Am Mittwoch, den 18. März 2026, fand in Dessau-Roßlau ein gemeinsamer Fahndungseinsatz der Bundespolizeiinspektion Magdeburg, der Landespolizei sowie der Deutschen Bahn Regio Südost statt. Der Einsatz zielte darauf ab, die Sicherheit im Bahnverkehr zu erhöhen und insbesondere Gewalt- und Eigentumskriminalität zu bekämpfen.
Enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bahnpersonal
Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg ist für die bahnpolizeiliche Aufgabenwahrnehmung im Bundesland Sachsen-Anhalt zuständig. Im Rahmen des Einsatzes arbeiteten die Bundespolizei und Zugbegleiter in gemeinsamen Teams Hand in Hand zusammen. Diese Kooperation ermöglichte effektivere und zielgerichtete Kontrollen sowohl im Hauptbahnhof Dessau als auch auf den umliegenden Bahnstrecken.
Kontrollen mit zahlreichen Identitätsfeststellungen
Während der Einsatzzeit wurden zahlreiche Identitätsfeststellungen vorgenommen. Dabei konnten mehrere Fahndungstreffer verzeichnet werden. Die jeweiligen Behörden wurden jeweils umgehend informiert. Besonders bemerkenswert war ein Fall, der bereits eine Stunde nach Beginn des Einsatzes registriert wurde.
Festnahme eines 34-Jährigen mit zwei Haftbefehlen
In einem Regionalexpress von Magdeburg in Richtung Dessau kontrollierten Einsatzkräfte einen 34-jährigen Reisenden. Die Überprüfung seiner Personalien ergab zwei Vollstreckungshaftbefehle der Staatsanwaltschaft Leipzig. Diese resultierten aus Verurteilungen wegen Bedrohung und Erschleichens von Leistungen. Die Geldstrafen in Höhe von insgesamt 1.070 Euro sowie eine Ersatzfreiheitsstrafe von 65 Tagen waren bislang nicht beglichen beziehungsweise angetreten worden.
Der Mann wurde daraufhin festgenommen und zum Bundespolizeirevier Dessau gebracht. Seine Mutter konnte die haftabwendende Summe von 958 Euro zuzüglich Verfahrenskosten auf einer Polizeidienststelle einzahlen, sodass der 34-Jährige die Dienststelle nach Zahlung wieder verlassen konnte.
Weitere Feststellungen und Ermittlungen
Gegen 11:30 Uhr baten Zugbegleiter Einsatzkräfte in einer Regionalbahn von Lutherstadt Wittenberg nach Dessau um Unterstützung. Ein 27-jähriger Mann konnte kein gültiges Zugticket vorweisen und wurde zur Personalienfeststellung mitgenommen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass er sich seit Oktober des Vorjahres unerlaubt in Deutschland aufhält.
Wenig später, gegen 12:45 Uhr, kontrollierten Beamte eine 41-jährige Frau am Hauptbahnhof Magdeburg. Gegen sie lag ein Haftbefehl wegen einer unbezahlten Geldbuße in Höhe von 50 Euro vor, die zu einer Erzwingungshaft von zwei Tagen führte. Nach Begleichung der offenen Summe inklusive Verfahrenskosten konnte die Frau ihren Weg fortsetzen.
Ermittlungen zu weiteren Verstößen
Im Verlauf des Einsatzes wurden insgesamt sieben Fälle von Betrugshandlungen im Zusammenhang mit der Nutzung der Bahn sowie ein Fall unerlaubten Aufenthalts festgestellt. In allen Fällen wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Steigerung des Sicherheitsgefühls im Bahnverkehr
Der gemeinsame Einsatz von Bundespolizei, Landespolizei und Deutscher Bahn trug maßgeblich dazu bei, das subjektive Sicherheitsempfinden von Reisenden, Bahnpersonal und Kundenbetreuern zu erhöhen. Die verstärkte Präsenz und die gezielten Kontrollen sollen auch zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Prävention im Bahnverkehr leisten.

