Die Polizei Dortmund hat nach einem Jahr der Videobeobachtung am Vorplatz des Hauptbahnhofs einen signifikanten Rückgang der Straftaten festgestellt. Seit der Installation eines Containers mit Videotechnik im März 2025 wurden insbesondere weniger Eigentumsdelikte registriert. Aufgrund dieser positiven Entwicklung wurde die Überwachung nun um ein weiteres Jahr verlängert.
Videotechnik überwacht zentrale Bereiche rund um den Hauptbahnhof
Der Container mit der Videotechnik befindet sich auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs und ermöglicht die Überwachung des Platzes der Deutschen Einheit, der Freitreppe sowie Teilen der Katharinenstraße. Die Überwachung erfolgt zu festgelegten Zeiten oder anlassbezogen. Die Live-Bilder werden in der Leitstelle der Polizei Dortmund von speziell geschulten Mitarbeitern beobachtet. Bei verdächtigen Aktivitäten werden Einsatzkräfte, die sich in unmittelbarer Nähe aufhalten, sofort informiert und können schnell einschreiten.
Kriminalstatistik zeigt deutliche Verbesserungen
Im Zeitraum vom 1. März 2025 bis zum 28. Februar 2026 wurden im überwachten Bereich 273 Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. März 2024 bis 28. Februar 2025) mit 388 Straftaten entspricht dies einem Rückgang von rund 29,6 Prozent. Besonders hervorzuheben ist der Rückgang bei Eigentumsdelikten. Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Dortmund wurde im Jahr 2025 ein Rückgang der Straftaten um 5,4 Prozent verzeichnet, die Reduzierung im überwachten Bereich fällt mit fast 30 Prozent deutlich stärker aus.
Leichter Anstieg bei Körperverletzungsdelikten
Einzig bei den Körperverletzungsdelikten wurde ein leichter Anstieg von 7,45 Prozent festgestellt. Die Polizei bewertet die Entwicklung dennoch insgesamt positiv und sieht die Videobeobachtung als wichtigen Bestandteil eines umfassenden Sicherheitskonzepts.
Vielschichtiger Sicherheitsansatz am Bahnhofsumfeld
Die Erfolge in der Kriminalitätsbekämpfung am Dortmunder Hauptbahnhof sind laut Behördenleiter Achim Stankowitz in Vertretung das Ergebnis verschiedener Maßnahmen. Dazu gehören der kontinuierliche Einsatz von Polizeikräften mit Fokus auf den Bahnhofsumfeld, gemeinsame Schwerpunktkontrollen unter dem Motto „Sicherheit in Bus und Bahn“ (SiBB) sowie die enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie der Bundespolizei, der Stadt Dortmund und der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21).
Fortsetzung der Videobeobachtung beschlossen
Aufgrund der positiven Entwicklung hat die Polizei Dortmund entschieden, die Videobeobachtung um ein weiteres Jahr fortzusetzen. Ziel ist es, die bisherigen Erfolge zu stabilisieren und die Sicherheit am Hauptbahnhof weiter zu erhöhen. Die Maßnahme wird weiterhin flexibel und anlassbezogen eingesetzt, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.
Die Polizei Dortmund betont, dass die Videobeobachtung ein zentraler Baustein im Sicherheitskonzept für das Bahnhofsumfeld ist und die Zusammenarbeit mit anderen Sicherheits- und Ordnungsbehörden weiterhin intensiviert wird, um die Kriminalität nachhaltig zu reduzieren.

