Die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin hat Ende Februar 2026 eine umfangreiche Cannabis-Anbauanlage in Greven bei Boizenburg entdeckt. Die Ermittlungen führten zu einem etwa 4.000 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem sich eine professionell betriebene Plantage befand. Insgesamt wurden rund 800 Cannabis-Pflanzen sichergestellt.
Hinweis durch Zeugen führt zu Aufdeckung der Plantage
Auslöser für die Ermittlungen war ein Hinweis eines Zeugen, der bei einer Zwangsräumung in Gresse Müllsäcke mit abgeernteten Cannabispflanzen bemerkte und die Polizei informierte. Daraufhin begannen die Kriminalbeamten mit der Suche nach dem Ursprung der Pflanzen, was schließlich zur Entdeckung der Plantage in Greven führte.
Großes Ausmaß der illegalen Anlage
Auf dem Gelände fanden die Ermittler in einer Scheune die Aufzuchtanlage mit den 800 Pflanzen. Neben den lebenden Pflanzen wurden zudem 672 leere Kübel mit abgeernteten Pflanzenstielen sichergestellt. Außerdem stellten die Beamten etwa 32 Kilogramm abgeerntetes Marihuana sicher, dessen Schwarzmarktwert auf über 200.000 Euro geschätzt wird.
Festnahmen und Haftbefehle
Im Rahmen der Durchsuchung nahmen die Einsatzkräfte fünf albanische Staatsangehörige vorläufig fest, die im Verdacht stehen, die Plantage betrieben zu haben. Der 28-jährige deutsche Mieter des Grundstücks war zunächst flüchtig, stellte sich jedoch am 4. März 2026 aufgrund des bestehenden Fahndungsdrucks der Polizei und wurde ebenfalls festgenommen.
Das Amtsgericht Ludwigslust ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin Haftbefehle gegen alle sechs Beschuldigten an. Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen sie wegen des unerlaubten Handeltreibens mit Cannabis in nicht geringer Menge.
Unterstützung durch das Technische Hilfswerk
Für die logistische Unterstützung bei der Räumung und dem Abtransport der Pflanzen, der Aufzuchtmittel und der elektronischen Geräte wurde das Technische Hilfswerk hinzugezogen. Die große Menge der beschlagnahmten Gegenstände machte dieses Vorgehen notwendig.
Ermittlungsverfahren läuft weiterhin
Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Plantage und den genauen Verantwortlichkeiten dauern an. Weitere Details wurden bislang nicht bekannt gegeben. Die Polizei bittet Zeugen und Personen mit sachdienlichen Hinweisen, sich zu melden.
Regionale Bedeutung und Prävention
Der Fall verdeutlicht die fortlaufenden Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern, illegalen Drogenanbau aufzudecken und zu bekämpfen. Die Sicherstellung einer derart großen Menge Cannabis ist ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität in der Region.

