In den vergangenen Tagen wurden an den Hafenanlagen in Sassnitz und Wesenberg Rettungsringe entwendet. Die Wasserschutzpolizeiinspektionen (WSPI) der jeweiligen Orte haben Ermittlungen aufgenommen und appellieren an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen zu melden.
Diebstähle an Hafenanlagen im Überblick
Am Abend des 16. März 2026 bemerkten Polizeibeamte der WSPI Sassnitz bei einer routinemäßigen Streifenfahrt, dass der Rettungsring an der Ostmole des Sassnitzer Hafens fehlte. Der genaue Zeitpunkt der Entwendung konnte bislang nicht ermittelt werden. Bereits drei Tage zuvor, am 13. März 2026, wurde ein Rettungsring von der Steganlage am Stadthafen in Wesenberg am Woblitzsee entwendet.
Rettungsringe als wichtige Lebensretter
Die an Molen und Hafenanlagen angebrachten Rettungsringe sind lebenswichtige Sicherheitsausrüstungen, die im Notfall schnelle Hilfe bei Wasserunfällen ermöglichen. Sie gehören den Hafenbetreibern oder Kommunen und sind keine Gegenstände zur privaten Mitnahme oder Dekoration.
Die Entfernung dieser Rettungsmittel kann im Ernstfall Leben kosten, da sie im Falle eines Unglücks schnell zur Rettung benötigt werden. Die Polizei weist darauf hin, dass solche Handlungen keine Bagatellen sind, sondern strafrechtlich verfolgt werden.
Strafrechtliche Konsequenzen und Ermittlungen
Die Wasserschutzpolizei hat in beiden Fällen Strafanzeigen wegen Diebstahls sowie wegen des Missbrauchs von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln gemäß § 145 StGB aufgenommen. Die Ermittlungen laufen derzeit noch und richten sich gegen bislang unbekannte Täter.
Die Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe. Hinweise zu den Taten können bei den Wasserschutzpolizeiinspektionen in Sassnitz (Telefon: 038392-308-0) und Waren (Telefon: 03991-7473-0), jeder Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter portal.onlinewache.polizei.de gemeldet werden.
Appell an die Bevölkerung
Die Behörden betonen, dass Rettungsringe keine Mitbringsel oder Souvenirs sind, sondern lebensrettende Ausrüstungsgegenstände. Ihre Entfernung gefährdet die Sicherheit aller Besucher und Nutzer der Hafenanlagen. Die Polizei und die Hafenbetreiber bitten darum, die Rettungsmittel nicht zu entnehmen und bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Einsatzkräfte zu informieren.
Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten
Für Rückfragen steht die Pressestelle des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Polizeihauptkommissarin Petra Kieckhöfer ist unter der Telefonnummer 038208/887-3112 erreichbar.

