Am Donnerstagnachmittag kam es in einem Einkaufsmarkt in der Bahnhofstraße in Rodalben zu einem Einsatz der Polizei, nachdem in den Kundentoiletten Pfefferspray freigesetzt wurde. Insgesamt wurden neun Personen leicht verletzt, die Filiale musste vorübergehend geschlossen werden.
Vorfall in den Kundentoiletten
Gegen 15:50 Uhr bemerkten Mitarbeiter des Marktes einen stechenden Geruch, der auf die Herrentoilette zurückzuführen war. Nach ersten Erkenntnissen hatten zwei Kinder und ein Jugendlicher Reizgas in den Toiletten versprüht. Die Konzentration des Gases war so stark, dass es sich in den Eingangsbereich sowie in die angrenzende Bäckereiabteilung ausbreitete.
Leichte Verletzungen bei Kunden
Die alarmierten Polizeibeamten stellten vor Ort neun Kunden fest, die unter leichtem Reizhusten und gereizten Schleimhäuten litten. Trotz der Beschwerden lehnten die Betroffenen eine medizinische Behandlung ab, sodass ein Einsatz von Rettungswagen nicht notwendig war.
Evakuierung und Schließung des Marktes
Aus Sicherheitsgründen wurde der Markt um 16:15 Uhr geräumt. Sowohl Kunden als auch Mitarbeiter mussten das Gebäude verlassen, um eine weitere Ausbreitung der Reizstoffe zu verhindern. Nach einer intensiven Durchlüftung konnte der Betrieb gegen 19 Uhr wieder aufgenommen werden.
Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung
Die Polizei Pirmasens nahm Ermittlungen auf und konnte aufgrund von Zeugenhinweisen die drei Tatverdächtigen identifizieren. Die Ermittlungen dauern an. Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder weitere Informationen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Pirmasens unter der Telefonnummer 0631 369-15199 oder per E-Mail an pipirmasens@polizei.rlp.de zu melden.
Auswirkungen auf den Markt und die Kunden
Der Vorfall führte zu einer vorübergehenden Schließung der Filiale und beeinträchtigte den regulären Ablauf des Einkaufsbetriebs erheblich. Die schnelle Reaktion der Mitarbeiter und der Polizei trug dazu bei, dass keine schwerwiegenderen Verletzungen entstanden.
Hintergrund und Sicherheitsmaßnahmen
Die Polizei weist darauf hin, dass der Umgang mit Reizgasen in öffentlichen Einrichtungen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Der Vorfall verdeutlicht die Notwendigkeit, Sicherheitsvorkehrungen in stark frequentierten Bereichen kontinuierlich zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern.
Weitere Informationen zum Stand der Ermittlungen werden von den Behörden nach Abschluss der Untersuchungen bekanntgegeben.

