In den frühen Morgenstunden des 26. März 2026 kam es in Ribnitz-Damgarten zu einem Vorfall, bei dem ein Fahrgast während der Fahrt in einem Bus das Lenkrad des Fahrers ergriff. Die Polizei wurde gegen 2:15 Uhr zum Bahnhof Ribnitz-Damgarten West gerufen, nachdem sich ein Passagier aggressiv verhalten hatte.
Gefährliche Situation auf der Bundesstraße
Nach bisherigen Erkenntnissen griff ein 38-jähriger deutscher Mann, der polizeibekannt ist, während der Fahrt bei einer Geschwindigkeit von etwa 70 km/h in das Lenkrad eines 27-jährigen rumänischen Busfahrers ein. Der Fahrer war im Schienenersatzverkehr eingesetzt und befand sich auf einer Bundesstraße, als er die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren drohte.
Durch das Eingreifen des Fahrgasts musste der Busfahrer eine Gefahrenbremsung durchführen, um einen Unfall zu verhindern. Der Bus kam schließlich unfallfrei zum Stehen, dennoch wurde das Fahrzeuginventar durch den 38-Jährigen mutmaßlich beschädigt.
Beleidigung und Alkoholisierung des Fahrgasts
Während des Vorfalls beleidigte der 38-Jährige einen 19-jährigen Mitfahrer. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle ergab bei dem Mann einen Wert von 1,59 Promille. Darüber hinaus kann ein Konsum von Betäubungsmitteln nicht ausgeschlossen werden, weshalb eine Blutprobenentnahme angeordnet wurde.
Fluchtversuch und Widerstand gegen die Polizei
Im weiteren Verlauf versuchte der 38-Jährige, sich den polizeilichen Maßnahmen durch Flucht zu entziehen. Der Fluchtversuch konnte jedoch verhindert werden. Dabei leistete der Mann Widerstand und versuchte, einen Polizeibeamten anzugreifen. Trotz des Widerstands wurde die Blutprobenentnahme durchgeführt. Anschließend wurde der Fahrgast in Gewahrsam genommen, wobei er weiterhin Widerstand leistete.
Ermittlungen gegen den Fahrgast
Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen gegen den 38-jährigen Deutschen eingeleitet. Die Vorwürfe umfassen unter anderem den gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Sachbeschädigung, Trunkenheit im Verkehr sowie das Fahren ohne Fahrerlaubnis. Zudem wird gegen ihn wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und des tätlichen Angriffs auf sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Keine Verletzten, weitere Details unklar
Nach derzeitigem Stand wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt. Die genauen Hintergründe für das aggressive Verhalten des Fahrgasts sind bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, um den genauen Ablauf und die Motive zu klären.
Polizeiliche Maßnahmen und Sicherheit im Schienenersatzverkehr
Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit im Schienenersatzverkehr auf, insbesondere hinsichtlich der Kontrolle von Fahrgästen und des Schutzes der Fahrer. Die Polizei und die beteiligten Verkehrsunternehmen prüfen derzeit, welche Maßnahmen zur Prävention ähnlicher Vorfälle ergriffen werden können.
Die Behörden bitten Personen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall geben können, sich bei der Polizei zu melden.

