Im Landkreis Rostock wurde eine 66-jährige Frau Opfer eines Anlagebetrugs, bei dem sie nach aktuellem Ermittlungsstand mindestens 70.000 Euro verlor. Die Kriminalpolizei ermittelt zu dem Fall, der am 17. März 2026 angezeigt wurde.
Kontakt mit Online-Broker und erste Investitionen
Die Geschädigte wurde im August 2024 auf einen Online-Broker aufmerksam, der mit einer Handelsplattform für Kryptowährungen wirbt. Mit der Absicht, ihr Vermögen gewinnbringend anzulegen, nahm sie ersten Kontakt mit dem Anbieter auf und tätigte erste Einzahlungen. Die Plattform versprach offenbar hohe Renditen bei vergleichsweise geringem Risiko.
Ermutigung zu weiteren Investitionen
Nachdem die ersten Investitionen getätigt waren, wurde die Frau dazu ermuntert, weitere Geldbeträge einzuzahlen, um die vermeintlich erzielten hohen Gewinne noch zu steigern. Die wiederholten Aufforderungen zu Nachzahlungen sind ein typisches Merkmal unseriöser Anbieter, die mit hohen Renditeversprechen locken.
Misstrauen nach ausbleibender Auszahlung
Erst als die Auszahlung des vorhandenen Kontostandes nicht erfolgte und der angebliche Kundenservice des Brokers nicht mehr erreichbar war, wurde die Frau misstrauisch. Daraufhin erstattete sie Strafanzeige bei der Polizei.
Polizei warnt vor unseriösen Geldanlagen im Internet
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahren von vermeintlich lukrativen Geldanlagen im Internet hin. Häufig werben unseriöse Anbieter mit außergewöhnlich hohen Renditen bei geringem Risiko, um Anleger zu täuschen. Besonders kritisch sollten Angebote betrachtet werden, die mit Zeitdruck arbeiten oder wiederholt zu weiteren Einzahlungen auffordern.
Empfehlungen für Anleger
Die Polizei rät, vor Investitionen sorgfältig zu prüfen, mit wem man es zu tun hat, und bei Zweifeln unabhängigen Rat einzuholen. Verzögerte oder verweigerte Auszahlungen sollten als Warnsignal verstanden werden, und der Kontakt zu dem Anbieter sollte in solchen Fällen abgebrochen werden.
Ermittlungen laufen weiter
Die Kriminalpolizei Mecklenburg-Vorpommern setzt ihre Ermittlungen zu dem Fall fort. Weitere Details zum Tatverlauf oder zu möglichen Tätern wurden bislang nicht bekanntgegeben.
Betroffene oder Interessierte können sich bei Verdacht auf ähnliche Betrugsfälle an die Polizei wenden, um sich beraten zu lassen oder eine Anzeige zu erstatten.

