Das Hauptzollamt Bremen hat am Dienstag, 10. März, im Landkreis Stade mehrere Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Die Maßnahmen erfolgten im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens zur Aufklärung von Schwarzarbeitsdelikten. Im Fokus standen unter anderem eine private Wohnung sowie eine Shishabar.
Waffenfund ohne Besitzerlaubnis
Bei den Durchsuchungen wurde in der Wohnung einer Beschuldigten ein Gewehr sichergestellt. Wie die Ermittler mitteilten, lag für die Waffe keine erforderliche Besitzerlaubnis vor. Weitere Details zum Typ des Gewehrs oder den Umständen, unter denen es aufgefunden wurde, wurden nicht bekannt gegeben.
Unversteuerter Wasserpfeifentabak entdeckt
Ein 39-jähriger Beschuldigter, dessen Wohnung sowie die von ihm betriebene Shishabar ebenfalls durchsucht wurden, hatte fast 30 Kilogramm Wasserpfeifentabak lagern, für den keine Tabaksteuer entrichtet worden war. Aufgrund des festgestellten Steuerschadens von über 1.400 Euro wurde gegen den Mann noch am selben Tag ein Steuerstrafverfahren eingeleitet.
Weitere Auffälligkeiten bei den Durchsuchungen
Im Verlauf der Maßnahmen stießen die Einsatzkräfte zudem auf einen Grill, in dem verdorbenes Fleisch aufgefunden wurde. Das zuständige Veterinäramt wurde daraufhin informiert und eingeschaltet, um die weiteren Schritte zu prüfen. Zudem wurden zwei illegal aufgestellte Glücksspielautomaten von der Polizei stillgelegt.
Hintergrund der Ermittlungen
Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Laut Angaben des Hauptzollamts Bremen wurden im vergangenen Jahr über 3.400 Strafverfahren in diesem Bereich eingeleitet. Die Bekämpfung solcher Wirtschaftskriminalität hat für die Zollbehörde hohe Priorität.
Tabaksteuerkontrollen und Schwarzarbeitsbekämpfung
Das Hauptzollamt Bremen weist darauf hin, dass Kontrollen in Shishabars und anderen Verkaufsstellen für Wasserpfeifentabak regelmäßig zu Feststellungen von Verstößen gegen das Tabaksteuerrecht führen. Diese werden konsequent verfolgt und führen oft zur Einleitung von Steuerstrafverfahren.
Ermittlungen werden fortgesetzt
Die Staatsanwaltschaft Stade hat das Hauptzollamt Bremen mit der weiteren Durchführung des Ermittlungsverfahrens beauftragt. Ziel ist die umfassende Aufklärung der Schwarzarbeitsdelikte und der damit verbundenen Verstöße gegen steuerrechtliche Bestimmungen.
Regionale Zuständigkeit des Hauptzollamts Bremen
Das Hauptzollamt Bremen ist neben Bremen auch für die Stadt Delmenhorst sowie die Landkreise Cuxhaven, Stade, Osterholz und Teile des Landkreises Rotenburg/Wümme zuständig. Im Jahr 2024 wurden in diesem Prüfbezirk über 550 Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt.
Die Ergebnisse zur Bekämpfung der Schwarzarbeit werden regelmäßig veröffentlicht und stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung.

