Am 18. und 19. März 2026 führte die Polizei Bremen in den Stadtteilen Obervieland und Hemelingen umfangreiche Verkehrskontrollen durch. Die Maßnahmen fanden im Rahmen einer Aus- und Fortbildung zur Drogenerkennung im Straßenverkehr statt. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte dabei unter anderem vom Zoll, der Landeshauptkasse Bremen sowie dem Technischen Hilfswerk (THW).
Kontrollstellen und Kontrollumfang
Die Verkehrskontrollen konzentrierten sich auf die Habenhauser Brückenstraße sowie den Autobahnzubringer Hemelingen. Insgesamt überprüften die Beamten 289 Fahrzeuge und 334 Personen. Ziel der Kontrollen war es, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, das Betäubungsmittelgesetz sowie weitere relevante Rechtsvorschriften zu erkennen und zu ahnden.
Festgestellte Verstöße und Maßnahmen
Im Verlauf der Kontrollen wurden 15 Fälle von Drogenfahrten registriert. In mehreren Fällen fuhren Personen ohne gültige Fahrerlaubnis. Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz fest. Insgesamt wurden 15 Blutentnahmen durchgeführt, um den Verdacht auf Beeinflussung durch berauschende Mittel wie THC, Amphetamin oder Kokain zu überprüfen.
Besonders auffällig war eine 68-jährige Autofahrerin, die mutmaßlich unter dem Einfluss von Kokain stand. Ihr Führerschein wurde beschlagnahmt, und es wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Außerdem wurde ein offener Haftbefehl vollstreckt, wobei ein Betroffener durch Zahlung von 1000 Euro die Haft abwenden konnte.
Technische Mängel und weitere Verstöße
Bei der Kontrolle eines Transporters wurden insgesamt 35 erhebliche und gefährliche Mängel festgestellt. Das Fahrzeug wurde als verkehrsunsicher eingestuft, und die Weiterfahrt wurde untersagt. Zudem wurde bei einem weiteren Mann Betäubungsmittel aufgefunden. Gegen einen weiteren Fahrer leitete die Polizei ein Verfahren wegen Urkundenfälschung ein, da er unzulässige Kennzeichen an seinem Fahrzeug angebracht hatte.
Unterstützung durch weitere Behörden
Die Landeshauptkasse Bremen nutzte die Gelegenheit, um offene Forderungen verschiedener Behörden durchzusetzen. Dazu zählten unter anderem Bußgelder wegen Schulversäumnissen, Justizkosten und Steuern. Diese Maßnahmen ergänzten die polizeilichen Kontrollen und trugen zur Durchsetzung bestehender Forderungen bei.
Ausblick und weitere Maßnahmen
Die Polizei Bremen kündigte an, auch in Zukunft verstärkt Verkehrskontrollen durchzuführen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und Verstöße konsequent zu ahnden. Die Zusammenarbeit verschiedener Behörden soll dabei weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich an die geltenden Vorschriften zu halten und insbesondere auf die Fahrtüchtigkeit zu achten, um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten.
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