Am Mittwochabend, dem 18. März 2026, ereignete sich in einer S-Bahn der Linie S6 in München ein Vorfall, bei dem ein Mann eine minderjährige Jugendliche sexuell belästigt haben soll. Die Bundespolizeiinspektion München hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die unbekannte Geschädigte sowie Zeugen, sich zu melden.
Vorfall in der S-Bahn auf der Strecke Richtung Ostbahnhof
Gegen 19 Uhr fuhr ein 58-jähriger Mann aus Deutschland mit der S6 in Richtung Ostbahnhof. Während der Haltestelle in Trudering wurde der Mann durch zwei Mitarbeiter des S-Bahn-Prüfdienstes kontrolliert, da er weder einen gültigen Fahrschein noch einen Ausweis vorzeigen konnte. Aus diesem Grund wurde die Bundespolizei am Ostbahnhof hinzugezogen, um die Identität des Mannes zu klären.
Sexuelle Belästigung vor Eintreffen am Ostbahnhof
Noch vor der Ankunft am Ostbahnhof wandte sich eine augenscheinlich minderjährige und sichtlich aufgewühlte Jugendliche an die Bahnmitarbeiter. Sie gab an, vom 58-Jährigen sexuell belästigt worden zu sein. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann versucht haben, sie zu küssen. Unmittelbar nach der Anzeige stieg die junge Frau am Bahnhof Leuchtenbergring aus der S-Bahn aus.
Ermittlungen und Aufruf zur Zeugensuche
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung sowie des Erschleichens von Leistungen eingeleitet. Da die Identität der betroffenen Jugendlichen bislang unbekannt ist, bittet die Polizei die Geschädigte, sich zu melden. Ebenso werden Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, gebeten, Hinweise zu geben.
Zeugen und die betroffene Person können sich unter der Telefonnummer 089/515550-0 bei der Bundespolizei melden. Die Kontaktaufnahme ist auch per E-Mail an bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de möglich.
Zuständigkeit der Bundespolizeiinspektion München
Die Bundespolizeiinspektion München ist verantwortlich für die Sicherheit und Strafverfolgung auf dem weitläufigen Netz der Deutschen Bahn in der Region. Dies umfasst über 210 Bahnhöfe und Haltepunkte auf 440 Streckenkilometern, darunter große Bahnhöfe in München und Umgebung. Die Dienststellen befinden sich unter anderem am Ostbahnhof, Hauptbahnhof, Pasing und Freising.
Die Polizei betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit, um Straftaten im öffentlichen Nahverkehr aufzuklären und Präventionsmaßnahmen zu stärken.
Hinweise zur Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr
Sexuelle Belästigung stellt eine Straftat dar, die von den Sicherheitsbehörden konsequent verfolgt wird. Fahrgäste werden ermutigt, Vorfälle umgehend zu melden, um schnelle Hilfe zu gewährleisten und Täter zur Verantwortung zu ziehen. Die Bundespolizei weist darauf hin, dass bei auffälligem Verhalten in Zügen oder Bahnhöfen sofort die Polizei oder Bahnmitarbeiter informiert werden sollten.
Die Ermittlungen zu dem konkreten Fall dauern an. Weitere Informationen werden veröffentlicht, sobald neue Fakten vorliegen.
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