Am Montag, den 16. März 2026, führte die Bundespolizei in Nordrhein-Westfalen an verschiedenen Kontrollstellen Maßnahmen im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen durch. Dabei wurden mehrere Haftbefehle vollstreckt und Straftaten aufgedeckt.
Festnahmen bei Zug- und Buskontrollen
Am Vormittag kontrollierten Bundespolizisten in der Regionalbahn 64 am Bahnhof Gronau einen 29-jährigen Niederländer. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Münster wegen Geldwäsche vorlag. Die Strafe konnte durch Zahlung einer Geldsumme abgewendet werden. Zusätzlich fanden die Beamten bei dem Mann sechs Ecstasytabletten, die beschlagnahmt wurden. Nach Zahlung der Geldstrafe durch die Mutter des Mannes wurde ihm die Weiterreise gestattet.
Am Abend wurde ein 33-jähriger Georgier als Fahrgast eines grenzüberschreitenden Reisebusses auf der Autobahn 61 kontrolliert. Gegen ihn lag ein Untersuchungshaftbefehl wegen Betrugs der Staatsanwaltschaft Stade vor. Er wurde vor Ort festgenommen und zur Dienststelle nach Kempen gebracht. Die Vorführung vor dem Haftrichter ist für den Folgetag angesetzt.
Kontrollen auf Autobahnen führen zu weiteren Haftbefehlen
Auf der Autobahn 3 am Grenzübergang Elten wurde ein 29-jähriger Bulgare als Busfahrgast kontrolliert. Die Staatsanwaltschaft Kassel suchte ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Durch Zahlung einer Geldstrafe konnte er eine 20-tägige Haftstrafe abwenden und seine Reise fortsetzen.
Bei einer Fahrzeugkontrolle in Kleve wurde eine 33-jährige Ungarin überprüft, gegen die ein Haftbefehl wegen fahrlässigen Gebrauchs eines nicht versicherten Fahrzeugs vorlag. Auch sie zahlte eine Geldstrafe, um eine Haftstrafe von zehn Tagen zu vermeiden.
Taschendiebstahl im Intercity-Express aufgeklärt
Die Deutsche Bahn meldete am Mittag der Bundespolizei einen mutmaßlichen Taschendiebstahl im Intercity-Express 128 von Oberhausen nach Arnheim. Nach einem außerplanmäßigen Halt am Bahnhof Emmerich wurde ein 23-jähriger Algerier festgenommen, der verdächtigt wurde, einen Rucksack in der Zugtoilette durchsucht zu haben. Dem Besitzer wurde der Rucksack samt Geldbörse zugeordnet, jedoch fehlten 350 Euro Bargeld. Dieses wurde bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen in einer Socke gefunden und sichergestellt.
Der Beschuldigte konnte keine Reisedokumente oder einen gültigen Fahrschein vorlegen. Zudem bestand eine Fahndungsausschreibung zur Festnahme zwecks Abschiebung durch die Ausländerbehörde Köln. Nach Rücksprache mit der Behörde wurde für den 23-Jährigen Abschiebehaft beantragt. Bis zur gerichtlichen Vorführung verbleibt er im Gewahrsam der Bundespolizei in Kleve.
Ausblick und weitere Ermittlungen
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass die Kontrollen im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen fortgesetzt werden. Ziel ist es, Haftbefehle zu vollstrecken und Straftaten im grenzüberschreitenden Verkehr zu verhindern. Die betroffenen Personen wurden den zuständigen Justizbehörden übergeben oder verbleiben bis zur gerichtlichen Klärung in Gewahrsam.
Die Bundespolizei bittet Reisende, sich auf verstärkte Kontrollen einzustellen und weist auf die Bedeutung der Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften hin.

