Die Bundespolizeiinspektion Kleve meldete am Dienstag, 17. März 2026, mehrere erfolgreiche Fahndungseinsätze in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen von Kontrollen in Zügen und an Autobahnen konnten Beamte mehrere Personen festnehmen, die per Haftbefehl gesucht wurden. Dabei wurde unter anderem ein entwichener Strafgefangener aus einer LVR-Klinik aufgegriffen.
Festnahme eines entwichenen Strafgefangenen im Regionalexpress
Am frühen Dienstagmorgen informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizeiinspektion Kleve über einen auffälligen Fahrgast im Regionalexpress 10. Der Mann lag schlafend unter einem Sitz und verweigerte das Verlassen des Zuges. Bundespolizisten überprüften daraufhin die Personalien des 44-jährigen Deutschen anhand seines Ausweises. Dabei stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag.
Der Gesuchte war am 13. März 2026 aus der LVR-Klinik Bedburg-Hau entkommen. Nach der Festnahme wurde der Mann nach Rücksprache mit der Polizei in Kleve zurück in die Klinik gebracht und dem dortigen Personal übergeben.
Festnahmen wegen Untersuchungshaftbefehlen und Geldbußen
Ebenfalls am Dienstag wurde ein 30-jähriger türkischer Staatsangehöriger festgenommen, der aufgrund eines europäischen Untersuchungshaftbefehls wegen Steuerhinterziehung in den Niederlanden gesucht wurde. Die Übergabe erfolgte am ehemaligen Grenzübergang Goch/Gennep. Darüber hinaus suchten die Staatsanwaltschaft Dortmund und das Amtsgericht Düsseldorf den Mann wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Nach der Verhaftung übergaben Bundespolizisten ihn der Wachtmeisterei des Amtsgerichts Kleve.
Bei einer Kontrolle eines grenzüberschreitenden Reisebusses auf der Autobahn 52 an der Anschlussstelle Elmpt überprüfte die Bundespolizei am Nachmittag die Personalien eines 34-jährigen Bulgaren. Der Mann konnte sich mit einer gültigen bulgarischen Identitätskarte ausweisen. Die Überprüfung ergab, dass gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Dresden vorlag. Er sollte entweder eine Geldbuße in Höhe von 180 Euro zahlen oder eine achttägige Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Nach Zahlung der Geldstrafe durfte der Mann seine Reise fortsetzen.
Zusammenfassung der Fahndungserfolge
Die Einsätze der Bundespolizei am 17. März 2026 in Nordrhein-Westfalen zeigen die vielfältigen Aufgaben der Bundespolizei im Bereich der Fahndung und Grenzkontrolle. Von der Festnahme eines entwichenen Strafgefangenen bis hin zur Vollstreckung von Untersuchungshaftbefehlen konnten mehrere gesuchte Personen ermittelt und der Justiz übergeben werden.
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass die Kontrollen weiterhin konsequent durchgeführt werden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und flüchtige Straftäter zu stellen.

