Am Nachmittag des 19. März 2026 wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz zwischen Güstrow und Priemerburg gerufen, nachdem die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn eine Person im Gleisbereich gemeldet hatte. Der Vorfall führte zu einer vorübergehenden Streckensperrung und erheblichen Verzögerungen im Zugverkehr.
Person im Gleisbereich sorgt für Zugstopp
Gegen 17:20 Uhr informierte die Leitstelle die Einsatzkräfte über eine schlafende Person auf den Gleisen. Ein Bundespolizist, der sich zu diesem Zeitpunkt im Regionalexpress 13215 von Güstrow nach Pasewalk befand, sowie der Lokführer des Zuges reagierten umgehend. Der Lokführer brachte den Zug auf Höhe der Bundesstraße 103 zum Stehen, um eine Gefährdung zu vermeiden.
Aggressives Verhalten gegenüber Einsatzkräften
Gemeinsam begaben sich der Bundespolizist und der Lokführer zu der Person, die zwischen den Gleisen lag. Beim Ansprechen reagierte der 37-jährige Deutsche plötzlich mit Tritten und Schlägen gegen den Beamten. Zwei Polizeianwärter der Landespolizei, die ebenfalls im Zug waren, leisteten sofort Unterstützung und halfen, den Angreifer zu überwältigen.
Die Einsatzkräfte setzten einfache körperliche Gewalt ein, um die Situation unter Kontrolle zu bringen und fesselten den Mann. Dabei erlitt der Bundespolizist Schürfwunden und Prellungen, blieb aber dienstfähig.
Alkoholisierter Angreifer in Gewahrsam genommen
Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem 37-Jährigen einen Wert von 2,45 Promille, was auf einen starken Alkoholeinfluss hinweist. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht Rostock wurde der Mann in Gewahrsam genommen.
Während des Transports nach Rostock zeigte sich der Beschuldigte weiterhin aggressiv und bespuckte einen weiteren Beamten. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ein.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Die notwendige Sperrung der Bahnstrecke zwischen 17:25 Uhr und 17:50 Uhr führte zu erheblichen Verzögerungen. Insgesamt waren 18 Züge betroffen, mit einer kumulierten Verspätung von 326 Minuten. Zudem kam es zu zwei Teilausfällen im Regionalverkehr.
Die Bundespolizeiinspektion Rostock weist darauf hin, dass die Sicherheit im Bahnverkehr höchste Priorität hat und Vorfälle im Gleisbereich ernsthafte Gefahren für alle Beteiligten darstellen.
Weitere Informationen und Kontakt
Die Ermittlungen zum Vorfall dauern an. Die Bundespolizeiinspektion Rostock steht für Rückfragen zur Verfügung und betont die Bedeutung der Zusammenarbeit von Bahnpersonal und Polizei bei der Gefahrenabwehr.

