Am Dienstagnachmittag, dem 24. März 2026, kam es gegen 15:30 Uhr auf der Kniebelerstraße in Tönisvorst zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einer Radfahrerin. Ein 40-jähriger Mann aus Tönisvorst hatte sein Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand in Fahrtrichtung Heckerweg abgestellt und stieg aus. Dabei wurde eine 54-jährige Radfahrerin aus Tönisvorst von der sich öffnenden Fahrertür getroffen.
Unfallhergang und Verletzungen
Der Fahrer hatte sich vor dem Öffnen der Tür durch einen Blick in den linken Seitenspiegel vergewissert, dass von hinten kein Fahrzeug näherte. Allerdings befand sich die Radfahrerin zu diesem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe des geparkten Pkw und wurde von der geöffneten Tür erfasst. Durch den Zusammenstoß stürzte sie zu Boden und zog sich leichte Verletzungen zu. Die Frau wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Dooring-Unfälle: Eine häufige Unfallart im Straßenverkehr
Derartige Zusammenstöße zwischen aussteigenden Fahrzeugführern und vorbeifahrenden Radfahrern werden in der Verkehrssicherheitsforschung als „Dooring“ bezeichnet. Diese Unfälle können schwerwiegende Folgen haben, insbesondere wenn Radfahrer durch die geöffnete Tür aus dem Verkehr gedrängt oder zu Fall gebracht werden.
Präventionsmöglichkeiten und Empfehlungen der Polizei
Die Polizei Viersen weist im Zusammenhang mit dem Unfall auf eine einfache, aber wirkungsvolle Präventionsmethode hin: den sogenannten „Holländischen Griff“. Dabei öffnet der Fahrer die Autotür mit der gegenüberliegenden Hand – für den Fahrer also mit der rechten Hand. Diese Technik führt dazu, dass sich der Oberkörper automatisch dreht und der Blick besser auf den rückwärtigen Verkehr gerichtet wird. So können herannahende Fahrzeuge oder Radfahrer früher erkannt und Dooring-Unfälle vermieden werden.
Weitere Informationen und Tipps zur Unfallvermeidung finden Interessierte auf der Webseite der Polizei Viersen.
Verkehrssicherheit in Tönisvorst
Der Vorfall auf der Kniebelerstraße verdeutlicht die Bedeutung der gegenseitigen Rücksichtnahme im Straßenverkehr, insbesondere an Stellen, an denen Fahrzeuge am Fahrbahnrand halten und Radwege oder Fahrspuren unmittelbar angrenzen. Verkehrsteilnehmer werden dazu aufgerufen, beim Ein- und Aussteigen besondere Vorsicht walten zu lassen und auf Radfahrer zu achten.
Die Polizei appelliert zudem an Radfahrer, vorausschauend zu fahren und in kritischen Situationen besonders aufmerksam zu sein, um Unfälle zu vermeiden.
Weiteres Vorgehen
Die Polizei hat den Unfall aufgenommen und die Umstände dokumentiert. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um einen unglücklichen Zusammenstoß ohne Anzeichen für eine Verkehrsordnungswidrigkeit. Die Ermittlungen dauern an, um den genauen Ablauf abschließend zu klären.
Insgesamt zeigt der Unfall auf der Kniebelerstraße, wie wichtig kleine Verhaltensänderungen im Straßenverkehr sein können, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

