Im Zeitraum vom 23. März bis zum 24. März 2026 kam es in der Reichenbacher Straße in Greiz zu einer Sachbeschädigung an einem Fenster eines örtlichen Fensterbaubetriebs. Die äußere Scheibe der Doppelverglasung wies ein Einschussloch auf, das auf Schießübungen mit einem Luftgewehr zurückgeführt wird. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 300 Euro geschätzt.
Verdacht gegen Anwohner wegen unsachgemäßer Schießübungen
Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen geriet ein 42-jähriger Nachbar des betroffenen Unternehmens in den Fokus. Dieser soll in seinem Garten auf Dosen mit einem Luftgewehr geschossen haben. Die örtlichen Gegebenheiten – insbesondere die Nähe zu einer Bundesstraße und einer Bushaltestelle – machen den Garten als Übungsort jedoch ungeeignet. Die Polizei weist darauf hin, dass solche Schießübungen in bewohnten Gebieten erhebliche Gefahren bergen können.
Waffen nicht ordnungsgemäß verwahrt
Weiterhin stellte sich heraus, dass weder das Luftgewehr noch eine im Besitz des Mannes befindliche Schreckschusswaffe ordnungsgemäß verwahrt waren. Aufgrund dessen wurden beide Waffen von der Polizei sichergestellt. Die Sicherstellung erfolgte im Rahmen der Ermittlungen, die nun auch die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Umgang mit Waffen betreffen.
Ermittlungsverfahren und Übergabe an die Waffenbehörde
Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das sich sowohl mit der Sachbeschädigung als auch mit möglichen Verstößen gegen das Waffengesetz beschäftigt. Die zuständige Waffenbehörde wurde über den Sachverhalt informiert und wird weitere Maßnahmen prüfen. Die Behörden betonen die Wichtigkeit der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit Waffen, auch bei sogenannten Schreckschusswaffen und Luftgewehren.
Öffentliche Sicherheit im Fokus
Diese Fälle verdeutlichen die Risiken, die von unsachgemäßer Handhabung von Waffen in Wohngebieten ausgehen können. Die Polizei appelliert an alle Waffenbesitzer, ihre Waffen stets sicher und vorschriftsmäßig zu verwahren und Schießübungen ausschließlich an dafür vorgesehenen und abgesicherten Orten durchzuführen.
Weitere Hinweise und Kontaktmöglichkeiten
Die Polizei in Greiz bittet Zeugen oder weitere Betroffene, sich zu melden, falls sie Beobachtungen im Zusammenhang mit den Schießübungen gemacht haben. Für Rückfragen oder Hinweise steht die Landespolizeiinspektion Gera unter den Telefonnummern 0365 829 1503 oder 0365 829 1504 zur Verfügung.
Die Ermittlungen dauern an, weitere Details sollen nach Abschluss der Untersuchungen bekannt gegeben werden.

