Am Mittwoch, den 25. März 2026, fand in Nottuln die feierliche Grundsteinlegung für das Regionale Trainingszentrum Münsterland (RTZ) statt. Dieses Projekt stellt einen bedeutenden Schritt für die Aus- und Fortbildung der Polizeikräfte im Münsterland dar. Das neue Trainingszentrum wird den Einsatzkräften aus den Polizeibehörden der Region künftig modernste Trainingsmöglichkeiten bieten.
Ein zukunftsweisendes Projekt für die Polizei im Münsterland
Das RTZ entsteht auf einem rund 33.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen der Autobahn A43 und der Landesstraße L844. Die Anlage wird über fünf spezielle Trainingsgebäude mit insgesamt etwa 10.000 Quadratmetern Trainingsfläche verfügen. Diese sind darauf ausgelegt, komplexe Einsatzszenarien in urbanen Räumen möglichst realitätsnah zu simulieren. Ergänzt wird die Infrastruktur durch moderne Schießtrainingsanlagen sowie weitere Übungsflächen für taktische Einsatzlagen.
Verbesserte Vorbereitung auf den Polizeialltag
Innenminister Herbert Reul betonte bei der Zeremonie die Bedeutung des Zentrums für die Sicherheit der Einsatzkräfte: „Unsere Polizistinnen und Polizisten treten jeden Tag für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung ein und riskieren dabei auch ihre Gesundheit. Mit dem regionalen Trainingszentrum schaffen wir optimale Bedingungen, sie auf alle denkbaren Szenarien vorzubereiten.“ Gerade Routineeinsätze können gefährlich sein, weshalb eine bestmögliche Vorbereitung essenziell ist.
Gemeinsame Nutzung durch mehrere Polizeibehörden
Das neue Trainingszentrum wird von den Polizeibehörden aus Münster, Hamm, Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf gemeinschaftlich genutzt. Ziel ist es, durch realitätsnahe Trainings die Handlungssicherheit der Beamtinnen und Beamten zu erhöhen und sie für unterschiedlichste Einsatzsituationen fit zu machen. Die enge Zusammenarbeit der beteiligten Behörden unterstreicht die regionale Bedeutung des Projekts.
Fortschritte im Bau und Zeitplan
Die Grundsteinlegung markiert den offiziellen Start der Hochbauphase. Bereits seit Herbst 2025 wurden umfangreiche vorbereitende Arbeiten auf dem Gelände durchgeführt, darunter der Bau eines Linksabbiegers, Erdbewegungen sowie erste Fundamentarbeiten. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Trainingszentrums sind für den Sommer 2027 vorgesehen. Das Projekt befindet sich nach Angaben der Verantwortlichen im Zeitplan.
Projektbeteiligte und Zusammenarbeit
An der Zeremonie nahmen neben Innenminister Herbert Reul auch Münsters Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf, Dr. Olaf Gericke als Sprecher der Landräte und Präsident des Landkreistages Nordrhein-Westfalen sowie der Landrat des Kreises Coesfeld, Dr. Christian Schulze Pellengahr, teil. Vertreter der Bauherrin Volksbank BRAWO eG und der BRAWO RE Development Münster GmbH, darunter Michael Mertmann und Philipp Jouck, begleiteten das Ereignis. Die enge Kooperation zwischen Behörden, Planungsbüros und Bauunternehmen ist ein zentraler Baustein für den Fortschritt des Projekts.
Moderne Trainingsinfrastruktur für die Polizei-Ausbildung von morgen
Das Regionale Trainingszentrum Münsterland wird eine moderne und funktionale Infrastruktur bieten, die den Anforderungen eines zeitgemäßen Polizeitrainings gerecht wird. Durch die Kombination von urbanen Übungsszenarien, Schießtrainings und taktischen Einsatzübungen soll die Ausbildung der Einsatzkräfte auf ein neues Niveau gehoben werden. Das Projekt ist somit ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Sicherheit und Einsatzfähigkeit der Polizei im Münsterland.
Mit dem RTZ entsteht eine zentrale Anlaufstelle für die Fortbildung der Polizeibeamten, die langfristig zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit in der Region beitragen soll.

