Am Abend des 29. März 2026 wurde am Rostocker Überseehafen ein polnischer Kleintransporter im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle angehalten. Die Kontrolleure stellten bei der Überprüfung des Fahrzeugs und des Fahrers erste Hinweise auf eine deutliche Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts fest.
Kontrolle und Wiegen am Überseehafen
Der Fahrer, ein 28-jähriger Pole, wurde von den Beamten gebeten, das Fahrzeug zu einer nahegelegenen LKW-Waage zu begleiten, um das tatsächliche Gewicht des Transporters zu ermitteln. Das Fahrzeug war ein Iveco mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm, wie den Fahrzeugpapieren zu entnehmen war.
Nach der Wägung und Abzug der üblichen Toleranz wurde ein Gesamtgewicht von 5.520 Kilogramm festgestellt. Dies entspricht einer Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts um 57 Prozent, ein Wert, der für die Beamten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers als außergewöhnlich hoch eingestuft wurde.
Folgen für Fahrer und Unternehmen
Die Polizei untersagte dem Fahrer die Weiterfahrt mit dem überladenen Fahrzeug. Das Fahrzeug darf erst wieder am Straßenverkehr teilnehmen, wenn das zulässige Gesamtgewicht eingehalten wird. Neben der Fahrverbotsanordnung droht dem Fahrer sowie der verantwortlichen Firma ein Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro.
Die Verkehrspolizei weist darauf hin, dass solche Überladungen nicht nur gesetzeswidrig sind, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr darstellen können. Überladene Fahrzeuge erhöhen das Unfallrisiko durch beeinträchtigte Brems- und Fahrstabilität.
Hintergrund und Bedeutung der Kontrolle
Der Rostocker Überseehafen ist ein bedeutender Umschlagplatz für Waren und Güter im norddeutschen Raum. Regelmäßige Verkehrskontrollen sollen sicherstellen, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden.
Die Polizei führt solche Kontrollen routinemäßig durch und stellt dabei immer wieder Verstöße gegen die zulässigen Gewichtsgrenzen fest. Die Feststellung eines derart hohen Übergewichts ist jedoch eher selten und wird von den Beamten als rekordverdächtig eingestuft.
Ausblick und Empfehlungen
Die Beamten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers appellieren an alle Fahrzeugführer und Unternehmen, die Einhaltung der zulässigen Gesamtgewichte ernst zu nehmen. Dies dient nicht nur der Vermeidung von Bußgeldern, sondern auch dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer.
Weitere Kontrollen am Überseehafen und auf den angrenzenden Verkehrswegen sind geplant, um die Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten.

