Am 29. März 2026 wurde kurz vor dem Ablegen des Fahrgastschiffes „Mönchgut“ vor der Seebrücke in Göhren auf Rügen ein Brand im Maschinenraum festgestellt. Gegen 11:30 Uhr bemerkte die Besatzung während der Vorbereitungen für die geplante Ausflugsfahrt zu den Kreidefelsen weißen Rauch, der aus dem Abluftschacht auf der Backbordseite austrat.
Evakuierung der Passagiere und erste Löschversuche
Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich 24 Fahrgäste sowie fünf Besatzungsmitglieder an Bord. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Passagiere umgehend von Bord gebeten. Die Besatzung stellte Rauchentwicklung im Maschinenraum fest und entdeckte ein Feuer im Bereich des Abluftschachtes. Erste Löschversuche mit einem Pulverlöscher durch die Crew blieben ohne Erfolg.
Brandbekämpfung mit bordeigener Löschanlage
Im weiteren Verlauf wurde die Kraftstoffzufuhr zu den Maschinen abgeschaltet, um eine weitere Brandentwicklung zu verhindern. Anschließend setzte die Besatzung die bordeigene Löschanlage ein, die den Maschinenraum mit Kohlendioxid flutete. Durch diese Maßnahme konnte der Brand erfolgreich gelöscht werden, ohne dass Fremdstoffe austraten oder Personen verletzt wurden.
Weiteres Vorgehen und Sicherheitsmaßnahmen
Nach dem Brand wurde die Dienststelle für Schiffsicherheit informiert, die ein Weiterfahrverbot für das Fahrgastschiff aussprach. Eine einmalige Verholung des Schiffes zu einer Werft wurde genehmigt, wobei Schlepperhilfe zum Einsatz kam. Die Wasserschutzpolizei übernahm die Sachverhaltsaufnahme und leitete die Ermittlungen zur Brandursache ein.
Keine Verletzten und keine Umweltgefährdung
Glücklicherweise wurden bei dem Vorfall weder Passagiere noch Besatzungsmitglieder verletzt. Zudem kam es zu keinem Austritt von Schadstoffen, sodass keine Umweltgefährdung festgestellt wurde. Der Einsatz der bordeigenen Löschanlage trug maßgeblich zur schnellen Eindämmung des Feuers bei.
Ermittlungen zur Ursache dauern an
Die genauen Umstände, die zum Brand im Maschinenraum führten, sind derzeit noch unklar. Die zuständigen Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache zu klären und zukünftige Vorfälle zu verhindern. Weitere Informationen werden nach Abschluss der Untersuchungen erwartet.
Ausblick auf die Wiederinbetriebnahme
Bis zur vollständigen Klärung der Brandursache und der notwendigen Reparaturarbeiten bleibt das Fahrgastschiff „Mönchgut“ außer Betrieb. Die Werft, zu der das Schiff verholt wurde, wird die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen durchführen, bevor das Schiff wieder für Ausflugsfahrten eingesetzt werden kann.

