Am Mittwoch, den 18. März 2026, kam es in Meerbusch-Büderich zu mehreren sogenannten Schockanrufen. Dabei gaben sich unbekannte Anrufer am Telefon als Polizeibeamte aus und versuchten, die Angerufenen zu verunsichern, um an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. Die betroffenen Personen sind zwischen 57 und 93 Jahre alt und wurden zwischen 9 und 14 Uhr kontaktiert.
Vorgehen der Betrüger
Die Anrufer nutzten unterdrückte Rufnummern, um ihre Identität zu verschleiern. In den Gesprächen behaupteten sie, von bevorstehenden Überfällen auf die Bewohner Meerbuschs erfahren zu haben. Aus diesem Grund forderten sie die Angerufenen auf, ihr Geld und ihre Wertsachen zu sichern. In anderen Fällen wurde ein Unfall eines Familienmitglieds vorgetäuscht, für den eine Kaution verlangt wurde.
Erfolgloses Betrugsversuch und richtige Reaktion der Betroffenen
Die Polizei berichtete, dass es den Tätern in diesen Fällen nicht gelang, die Angerufenen zu täuschen. Alle Gespräche wurden von den Betroffenen beendet, sodass es zu keinem finanziellen Schaden kam. Die Polizei lobte das Verhalten der Angerufenen als richtig und rät, bei solchen Anrufen stets skeptisch zu bleiben und keine persönlichen Informationen preiszugeben.
Ermittlungen laufen
Das Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Anrufen besteht. Die Polizei bittet Personen, die Hinweise zu den Anrufen geben können oder selbst Opfer eines solchen Betrugsversuchs geworden sind, sich unter der Telefonnummer 02131 3000 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de zu melden.
Warnung und Prävention
Die Polizei warnt vor der Masche der Schockanrufe, die immer wieder eingesetzt wird, um Menschen durch Schock und Hilfsbereitschaft zu betrügen. Besonders ältere Menschen sind häufig Ziel solcher Anrufe. Es wird empfohlen, bei unerwarteten Telefonaten mit einem gesunden Misstrauen zu reagieren und im Zweifel selbst bei der offiziellen Polizeidienststelle nachzufragen.
Darüber hinaus rät die Polizei, Gespräche mit älteren Freunden und Familienmitgliedern zu suchen, um sie für diese Betrugsmasche zu sensibilisieren und so weiteren Schaden zu verhindern.

