Am Sonntagnachmittag gegen 15:30 Uhr wurde die Polizei in Ulm zu einem Einsatz an einer Tankstelle in der Straße „Seligweiler“ gerufen. Ein Mann hatte dort mit einem Benzinkanister stehend versucht, bei vorbeifahrenden Autofahrern Geld zu erbetteln. Ein aufmerksamer Fahrer verständigte daraufhin die Polizei.
Vorgehen des Betrügers
Der 35-jährige Mann gab vor, dringend Benzin zu benötigen, um seine Weiterfahrt sicherzustellen. Er bat Passanten um Bargeld, um den Kraftstoff bezahlen zu können. Laut Angaben der Polizei lehnte er angebotene Hilfeleistungen wie Benzin oder Fahrdienste ab und bestand ausschließlich auf Bargeld. Dieses Vorgehen entspricht einer bekannten Betrugsmasche, die in der Region und darüber hinaus immer wieder auftritt.
Polizeiliche Maßnahmen und Ermittlungen
Die eingetroffenen Polizeibeamten konnten den Mann vor Ort antreffen und vorläufig festnehmen. Die weiteren Ermittlungen führt das Polizeirevier Ulm-Mitte. Zurzeit liegen keine Hinweise auf weitere Straftaten vor, jedoch wird geprüft, ob der Mann Mitglied einer überregional agierenden Gruppierung ist, die diese Masche systematisch anwendet.
Warnung vor ähnlichen Betrugsversuchen
Die Polizei warnt ausdrücklich vor solchen Betrugsversuchen, die häufig mit vorgetäuschten Notlagen wie Benzinmangel operieren. Dabei werden angebotene Sachleistungen wie Benzin oder Fahrdienste abgelehnt, da es den Betrügern ausschließlich auf Bargeld abgesehen ist. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, in solchen Situationen vorsichtig und misstrauisch zu sein.
Empfehlungen der Polizei
Im Zweifel sollte immer die Polizei verständigt werden, die dann die Situation überprüfen kann. Die Beamten können bei Bedarf notwendige Hilfe leisten oder den Anrufern Hinweise zum richtigen Verhalten geben. Es wird empfohlen, keine direkten Geldzahlungen an unbekannte Personen vorzunehmen, insbesondere wenn die Umstände verdächtig erscheinen.
Hintergrund zu Benzinbettlern
Die Polizei weist darauf hin, dass es sich bei sogenannten Benzinbettlern häufig um organisierte Gruppen handelt, die bundesweit und teilweise international agieren. Die Masche ist dabei oft ähnlich: Es wird eine Notlage vorgetäuscht, um Mitgefühl zu erwecken und so Bargeld zu erlangen. Die Polizei arbeitet kontinuierlich daran, solche Betrugsversuche zu unterbinden und die Bevölkerung zu schützen.
Die Bevölkerung in Ulm und Umgebung wird gebeten, aufmerksam zu sein und bei Verdacht auf Betrug oder andere Straftaten umgehend die Polizei zu informieren.

