Am späten Freitagabend kam es auf der Autobahn A4 in Fahrtrichtung Frankfurt am Main zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Lastkraftwagen von der Fahrbahn abkam. Der 65-jährige Fahrer musste einem Wildschwein ausweichen, das die Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Gotha und Gotha-Boxberg querte. Durch das Ausweichmanöver verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr nach rechts von der Fahrbahn ab.
Unfallhergang und Folgen
Um eine Kollision mit dem Wildschwein zu vermeiden, verriss der Fahrer das Lenkrad seines Lkws. Dabei beschädigte er mehrere Verkehrsleiteinrichtungen am Fahrbahnrand und riss sich die Ölwanne seines Fahrzeugs auf. Dies führte zu einem erheblichen Austritt von Motoröl, das sich auf dem Standstreifen sowie im angrenzenden Erdreich der Böschung verteilte.
Glücklicherweise blieben sowohl der Fahrer als auch das Wildschwein unverletzt. Der Lkw war jedoch aufgrund der entstandenen Schäden nicht mehr fahrbereit und musste von einem Abschleppdienst geborgen werden.
Umweltschäden und Maßnahmen vor Ort
Die Feuerwehr wurde alarmiert, um die Ölspur auf dem Standstreifen zu beseitigen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zusätzlich war ein Vertreter des zuständigen Umweltamtes vor Ort, um die Verschmutzung des Erdreichs zu begutachten und weitere Schritte einzuleiten.
Für den heutigen Tag sind Baggerarbeiten an der Unfallstelle geplant. Dabei soll die kontaminierte Erde ausgehoben und fachgerecht entsorgt werden, um Umweltschäden zu minimieren.
Schadenshöhe und weitere Ermittlungen
Der Gesamtsachschaden wird derzeit auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Die Autobahnpolizeiinspektion Thüringen hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen und weist darauf hin, dass Wildtiere immer wieder die Fahrbahn kreuzen können, was für Verkehrsteilnehmer eine erhebliche Gefahr darstellt.
Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit, insbesondere in Regionen mit erhöhtem Wildwechsel.

