Am Dienstagmittag des 24. März 2026 kam es an der Rastanlage Kammersteiner Land Süd an der Autobahn A6 zu einem Gefahrstoffaustritt, der einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Rettungsdienst auslöste. Bei einer routinemäßigen Kontrolle eines rumänischen Gefahrgut-Lkw durch die Verkehrspolizeiinspektion Feucht wurde festgestellt, dass mehrere Behälter mit Gefahrstoffen nicht ordnungsgemäß verschlossen waren und bereits Flüssigkeit ausgetreten war.
Kontrolle führt zum Gefahrstoffaustritt
Die Beamten der Verkehrspolizei hatten den Sattelzug im Rahmen einer Schwerverkehrskontrolle überprüft. Dabei fiel auf, dass die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert war. Insbesondere waren mehrere Behälter mit einem Gefahrstoff nicht korrekt verschlossen, wodurch eine geringe Menge der Flüssigkeit auf die Ladefläche ausgelaufen war. Aufgrund dieser Situation wurde die Kontrolle sofort abgebrochen und die Feuerwehr alarmiert, um die Gefahr zu beseitigen und eine Gefährdung von Personen und Umwelt auszuschließen.
Großaufgebot von Einsatzkräften vor Ort
Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an die Rastanlage aus, unterstützt vom Technischen Hilfswerk sowie dem Rettungsdienst. Die Einsatzkräfte konnten die undichten Behälter bergen und fachgerecht verschließen. Anschließend wurde die Ladefläche des Lkw sowie der Kontrollort gründlich gereinigt, um Rückstände des Gefahrstoffs zu entfernen und eine weitere Gefährdung auszuschließen.
Gefahrstoff und Gefahreneinschätzung
Bei dem ausgetretenen Stoff handelt es sich um einen Zusatzstoff, der in der Parfümherstellung verwendet wird. Nach ersten Einschätzungen gilt dieser Stoff in verdünnter Form als ungefährlich. Dennoch wurden alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um Risiken für die Einsatzkräfte und die Umgebung zu vermeiden. Eine weitere Gefährdung konnte somit ausgeschlossen werden.
Rechtslage und weitere Maßnahmen
Der Fahrer des Lkw sieht sich nun mit mehreren Anzeigen konfrontiert. Diese betreffen Verstöße gegen das Gefahrgutrecht sowie die Straßenverkehrsordnung, da die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert und die Gefahrgutbehälter nicht korrekt verschlossen waren. Die Verkehrspolizeiinspektion Feucht prüft zudem, ob die betroffene Spedition für die entstandenen Einsatzkosten aufkommen muss.
Fahrt konnte nach Sicherung fortgesetzt werden
Nachdem die Einsatzkräfte die undichten Behälter gesichert und die Einsatzstelle gereinigt hatten, konnte der Lkw seine Fahrt ohne weitere Einschränkungen fortsetzen. Es kam zu keinen Verkehrsbehinderungen oder weiteren Zwischenfällen während des Einsatzes.
Fazit und Bedeutung der Kontrolle
Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung routinemäßiger Kontrollen von Gefahrguttransporten auf Autobahnen. Durch das frühzeitige Erkennen des undichten Gefahrstoffs konnte eine potenzielle Gefahr für Mensch und Umwelt rechtzeitig abgewendet werden. Die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdienst zeigte sich dabei als effektiv und gut koordiniert.

