Am 21. März 2026 trafen sich 104 Delegierte sowie Gäste und Partner aus ganz Schleswig-Holstein zur diesjährigen Landesjugendfeuerwehrversammlung in Westerrönfeld. Die Veranstaltung bot Raum für Berichte, Wahlen und Diskussionen rund um die Nachwuchsarbeit der Feuerwehren im Land. Ein besonderes Augenmerk lag auf der erfreulichen Mitgliederentwicklung und neuen Partnerschaften, die die Arbeit der Jugendfeuerwehr unterstützen sollen.
Stetiges Wachstum bei Kinder- und Jugendfeuerwehren
Landesjugendfeuerwehrwart Rüdiger König blickte in seinem Jahresrückblick auf die positive Entwicklung der Nachwuchsabteilungen. Besonders die Zahl der Kinderabteilungen hat sich seit 2023 deutlich erhöht: Von 88 im Jahr 2023 auf 96 im Jahr 2024 und aktuell bereits 104 offiziell gemeldete Abteilungen. Hinzu kommen weitere Gruppen, die noch nicht erfasst sind. Auch die Gesamtzahl der Jugendfeuerwehren stieg durch die Gründung von zwei neuen Abteilungen auf nunmehr 458 im gesamten Bundesland.
Diese Entwicklung unterstreicht das anhaltende Interesse von Kindern und Jugendlichen an der Feuerwehrarbeit. Die Nachwuchsabteilungen gelten als zentrale Säulen für die langfristige Sicherung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehren in Schleswig-Holstein.
Wahlen und neue Fachbereichsleitungen
Im Rahmen der Versammlung wurden mehrere wichtige Wahlen durchgeführt. Sebastian Schneemann wurde offiziell zum Fachbereichsleiter Kinderabteilungen gewählt, nachdem er dieses Amt bereits kommissarisch innehatte. Philipp Kutz übernahm die Leitung des Fachbereichs Basisarbeit ebenfalls offiziell. Neu in den Vorstand wurde Sven Lange als Fachbereichsleiter Wettbewerbe berufen. Diese Ämter sind entscheidend für die Organisation und Weiterentwicklung der Jugendfeuerwehrarbeit im Land.
Kooperation mit Bäckerei Steiskal: „FeuerwehrKruste“ unterstützt Nachwuchsarbeit
Ein besonderes Highlight der Versammlung war die Vorstellung der „FeuerwehrKruste“, eines Brotes, das in Zusammenarbeit mit der Bäckerei Steiskal entstanden ist. Ab dem 13. April 2026 wird das Brot in allen Filialen der Bäckerei erhältlich sein. Von jedem verkauften Brot gehen 50 Cent direkt an die Schleswig-Holsteinische Jugendfeuerwehr. Landesjugendfeuerwehrwart König betonte, dass diese Partnerschaft die Aus- und Fortbildungsangebote für den Feuerwehrnachwuchs weiter stärken werde.
Appell an Politik: Jugendliche in Entscheidungen einbeziehen
Im Rahmen seines Jahresrückblicks äußerte König auch politische Forderungen. Er appellierte an die Verantwortlichen, Jugendliche bei Debatten um Themen wie Social-Media-Verbote und Wehrpflicht aktiv einzubinden. Insbesondere im Zusammenhang mit der Wehrpflicht sei es wichtig, alternative Dienste wie den Zivildienst und die Mitarbeit im Katastrophenschutz stärker zu fördern, da viele Jugendliche bereits hochmotiviert in der Feuerwehr tätig seien.
Ehrungen für langjähriges Engagement
Die Versammlung nutzte auch die Gelegenheit, langjähriges Engagement zu würdigen. Die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr, die Ehrennadel in Gold, erhielt der stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Thorsten Weber. In seiner Laudatio hob König neben Webers Verlässlichkeit auch seine menschlichen Qualitäten hervor.
Die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein in Bronze wurde an Rainer Laurer und Thomas Bonke-Möller verliehen. Beide engagieren sich seit vielen Jahren als Bewerter bei der Leistungsspange der Jugendfeuerwehr und tragen mit ihrer ruhigen und fachkundigen Art dazu bei, den Jugendlichen Sicherheit bei den Prüfungen zu vermitteln.
Ausblick: Nachwuchsarbeit als Schlüssel für die Zukunft
Die Landesjugendfeuerwehrversammlung 2026 verdeutlichte einmal mehr, dass die Nachwuchsabteilungen in Schleswig-Holstein gut aufgestellt sind und weiter wachsen. König betonte die Bedeutung der Kombination aus Feuerwehrausbildung und aktiver Jugendarbeit als Erfolgsfaktor. Die ehrenamtlichen Jugendwarte und Betreuer seien dabei unverzichtbar, um die Jugendlichen zu motivieren und zu fördern.
Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich der Landesjugendfeuerwehrwart optimistisch, dass die Nachwuchsarbeit eine verlässliche Grundlage für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren im Land bleibt.
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