Am 23. März 2026 verhinderten Beamte der Bundespolizei auf der Bundesautobahn 11 einen möglichen Abtransport von hochwertigem Diebesgut. Auf Höhe des Autobahnkilometers 102 in Fahrtrichtung Polen wurde ein Lkw mit polnischen Kennzeichen angehalten, der zwei John Deere Kleintraktoren geladen hatte. Die Traktoren stehen im Verdacht, in der Nacht zuvor von einem Firmengelände in Templin gestohlen worden zu sein.
Fluchtversuch und Kontrolle auf der Autobahn
Die Kontrolle begann, als die Bundespolizisten einen Lkw sowie einen Pkw mit polnischer Zulassung auf der A11 bemerkten. Die Fahrer ignorierten die Anhaltesignale zunächst und versuchten, sich der Kontrolle zu entziehen. Erst auf Höhe des Kilometer 102 gelang es den Beamten, den Lkw auf dem Standstreifen zum Anhalten zu bringen.
Feststellung der Identitäten und Verdacht auf Diebesgut
Im Lkw befanden sich ein 34-jähriger Mann aus der Ukraine und ein 21-jähriger Pole. Die Fahrer konnten gültige Ausweisdokumente vorlegen, darunter einen ukrainischen Reisepass, einen polnischen Aufenthaltstitel und eine polnische Fahrerlaubnis. Auf der Ladefläche befanden sich zwei John Deere Kleintraktoren, von denen einer mit einem amtlichen Kennzeichen versehen war, während der andere als Neufahrzeug identifiziert wurde. Aufgrund des Verdachts, dass die Traktoren aus einer Straftat stammen, wurden die Männer vorläufig festgenommen und zum Bundespolizeirevier Pomellen gebracht.
Zusätzliche Kontrolle des vorausfahrenden Fahrzeugs
Zeitgleich wurde der zuvor vor dem Lkw fahrende polnische Pkw von einer weiteren Streife angehalten. Im Fahrzeug saßen drei polnische Männer, die sich zunächst weigerten, Ausweisdokumente vorzulegen. Nach wiederholter Aufforderung zeigte der Fahrer seinen polnischen Reisepass, während der Beifahrer Identitätskarten für sich und einen 12-jährigen Jungen auf dem Handy vorzeigte. Die Überprüfung ergab keine aktuellen Fahndungsnotierungen, jedoch war der Fahrer bereits wegen eines besonders schweren Diebstahls polizeilich bekannt.
Durchsuchung und sichergestellte Gegenstände
Aufgrund des Verdachts und des unkooperativen Verhaltens der Insassen wurde der Pkw durchsucht. Dabei fanden die Beamten mehrere Werkzeuge, darunter Bolzenschneider, Akkugeräte wie eine Flex, verschiedene Schlüsselrohlinge, Handschuhe, Überziehmasken und zahlreiche kleinere Werkzeuge wie Schraubendreher. Während der Kontrolle wurden Telefonkontakte zwischen dem Beifahrer des Lkw und dem Beifahrer des Pkw festgestellt, was auf eine mögliche Zusammenarbeit hindeutet.
Ermittlungen und weitere Maßnahmen
Erste Ermittlungen ergaben, dass die beiden John Deere Traktoren in der Nacht vom 19. auf den 20. März 2026 von einem Firmengelände in Templin entwendet wurden. Der Wert der Fahrzeuge wird auf etwa 140.000 Euro geschätzt. Die Bundespolizei übergab den Fall zur weiteren Bearbeitung an die Kriminalpolizei in Anklam. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zur möglichen Bande dauern an.
Bundespolizei im Einsatz an der Grenze
Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, unter deren Zuständigkeit auch die Bundespolizeiinspektion Pasewalk fällt, ist unter anderem für die Sicherheit an den deutschen Außengrenzen sowie auf Autobahnen zuständig. Mit mobilen Kontroll- und Überwachungseinheiten setzt sie sich gegen grenzüberschreitende Kriminalität ein und trägt zur Gefahrenabwehr bei. Der Fall auf der A11 zeigt die Bedeutung dieser Kontrollen zur Verhinderung von Straftaten und zum Schutz von Eigentum.

