In der Pestalozzistraße in Lingen wurden in den vergangenen Wochen zwei räuberische Erpressungen verübt, die möglicherweise miteinander in Verbindung stehen. Die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim ermittelt und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Erster Überfall am 14. März
Der erste Vorfall ereignete sich am 14. März 2026 gegen 17:30 Uhr. Zwei maskierte Jugendliche klingelten an der Wohnungstür einer 74-jährigen Frau in einem Mehrfamilienhaus. Unter Vorhalt eines etwa 70 Zentimeter langen Schwertes mit Schwertscheide forderten sie Bargeld von der Seniorin. Die Frau verweigerte die Herausgabe von Geld und schloss die Tür. Sie blieb bei dem Überfall unverletzt. Die beiden Täter verließen daraufhin das Wohnhaus.
Zweiter Überfall am 23. März
Neun Tage später, am 23. März gegen 20:00 Uhr, kam es zu einem weiteren Überfall im selben Mehrfamilienhaus. Die Täter klingelten diesmal bei einem Nachbarn der zuvor betroffenen Frau, konnten jedoch auch hier keine Beute machen. Auch dieser Bewohner blieb unverletzt.
Beschreibung der Tatverdächtigen
Die Polizei beschreibt die beiden Täter wie folgt:
- Beide circa 165 bis 175 Zentimeter groß, etwa 14 Jahre alt
- Erster Täter: weiße Maskierung, auffällige weiße Samtjacke
- Zweiter Täter: weiße Maskierung, Kapuze, braune, schulterlange, krause Haare
Polizei bittet um Hinweise
Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Überfälle in einem Zusammenhang stehen. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich bei der Polizei in Lingen unter der Telefonnummer 0591/870 zu melden. Auch Informationen zu möglichen Fluchtwegen oder weiteren Beteiligten sind von Interesse.
Die Polizei betont, dass trotz der Bedrohung niemand verletzt wurde. Die Ermittlungen laufen weiterhin, um die Täter zu identifizieren und weitere Straftaten zu verhindern.
Prävention und Sicherheitshinweise
Die Polizei rät Anwohnern, bei ungewöhnlichen oder verdächtigen Situationen vorsichtig zu sein und im Zweifelsfall sofort die Polizei zu informieren. Insbesondere sollten Türen und Zugänge zu Wohnungen nicht leichtfertig geöffnet werden, wenn Unbekannte klingeln und sich verdächtig verhalten.
Die Ermittlungsbehörden bedanken sich für jede Unterstützung aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der Taten beitragen kann.

