Der Beginn der Wassersportsaison in Mecklenburg-Vorpommern wurde am vergangenen Wochenende von frühlingshaften Temperaturen begleitet, die zahlreiche Freizeitkapitäne auf die Gewässer der Region lockten. Die Landeswasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern (LWSPA MV) verzeichnete in diesem Zusammenhang ein typisches, leicht erhöhtes Einsatzaufkommen. Neben routinemäßigen Kontrollen beschäftigten die Beamten zwei besondere Vorfälle, die für zusätzlichen Aufwand sorgten.
Bootsunfall im Hafen Kirchdorf auf der Insel Poel
Am Samstag, den 21. März 2026, kam es gegen 13:30 Uhr im Hafen von Kirchdorf auf der Insel Poel zu einem Unfall mit einem Sportboot. Ein 64-jähriger Bootsführer wollte mit seinem 13 Meter langen Sportboot den Liegeplatz wechseln. Dabei trat ein technischer Defekt auf, der verhinderte, dass der Motor rechtzeitig gestoppt werden konnte. Infolgedessen kollidierte das Boot mit einem festgemachten weiteren Sportboot.
Durch die Kollision entstand an dem festgemachten Boot ein leichter Schaden. Die genaue Höhe des Schadens ist bislang noch nicht bekannt und wird derzeit in einer Werft begutachtet. Die Wasserschutzpolizei Wismar hat die Ermittlungen aufgenommen, um den Unfallhergang abschließend zu klären.
Verstoß gegen Befahrensverbot im Nationalpark Jasmund
Bereits am Freitag, den 20. März 2026, wurde die Wasserschutzpolizeiinspektion (WSPI) Sassnitz gegen Mittag auf einen weiteren Vorfall aufmerksam. Ein Sportboot hatte sich unberechtigt auf der Wasserstraße im Nationalpark Jasmund aufgehalten und somit gegen die geltende Nationalparkbefahrensverordnung verstoßen.
Der Schiffsführer des etwa sieben Meter langen Bootes war per Funk nicht erreichbar, was die Lage zusätzlich erschwerte. Die Beamten konnten das Boot und den Führer anschließend im Hafen von Lauterbach antreffen und kontrollieren. Dabei wurden mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen aufgenommen, unter anderem wegen des Verstoßes gegen die Befahrensverordnung sowie gegen die Seeschifffahrtsstraßenordnung.
Saisontypische Einsätze und Ausblick
Die genannten Vorfälle spiegeln die typischen Herausforderungen wider, mit denen die Wasserschutzpolizei zu Beginn der Saison regelmäßig konfrontiert ist. Die steigende Zahl der Bootsfahrer führt naturgemäß auch zu einem erhöhten Einsatzaufkommen. Die Polizei appelliert daher an die Bootsfahrer, die geltenden Vorschriften und Verordnungen genau zu beachten, um Unfälle und Verstöße zu vermeiden.
Die Landeswasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern wird auch in den kommenden Monaten verstärkt auf den Gewässern präsent sein, um die Sicherheit der Freizeitnutzer zu gewährleisten und die Einhaltung der Schutzbestimmungen insbesondere in sensiblen Naturräumen wie dem Nationalpark Jasmund sicherzustellen.
Kontakt und weitere Informationen
Bei Fragen oder Hinweisen können sich Interessierte während der Bürozeiten an die Pressestelle des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern wenden. Dort stehen Ansprechpartner für Auskünfte zur Verfügung.

