Im Jahr 2025 hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls in Thüringen und Südwestsachsen umfassende Prüfungen bei 1.585 Arbeitgebern durchgeführt. Dies stellt einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr dar, als 1.779 Arbeitgeber überprüft wurden. Die Aufteilung der Kontrollen zeigt, dass 1.001 Prüfungen in Thüringen und 584 in Südwestsachsen stattfanden.
Die Zöllner haben in diesem Zeitraum insgesamt 3.472 Strafverfahren und 2.153 Bußgeldverfahren eingeleitet. Dabei wurde ein erheblicher Gesamtschaden von 76,3 Millionen Euro aufgedeckt, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 36,8 Millionen Euro im Jahr 2024 darstellt. Der Schaden verteilt sich auf 59,7 Millionen Euro in Thüringen und 16,6 Millionen Euro in Südwestsachsen.
Die abgeschlossenen Ermittlungsverfahren führten zu Freiheitsstrafen von insgesamt 36,8 Jahren. Die Gerichte verhängten Geldstrafen in Höhe von 1,1 Millionen Euro, während das Hauptzollamt Erfurt Bußgelder von rund 4,4 Millionen Euro verhängte.
Der aufgedeckte Schaden resultiert aus nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, unrechtmäßig bezogenen Sozialleistungen sowie aus Mindestlohnunterschreitungen. Die Schadenssumme wird dabei aus der Differenz zwischen dem Mindestlohn und dem tatsächlich gezahlten Lohn berechnet.
Die Ergebnisse der Prüfungen sind auf der Website des Zolls veröffentlicht. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit führt ihre Kontrollen sowohl verdachtsunabhängig als auch aufgrund eigener Risikoeinschätzungen durch. Die Prüfungen beginnen häufig mit Befragungen von Arbeitnehmern und umfassen anschließend die Überprüfung von Geschäftsunterlagen.
Die Standorte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Erfurt sind in Erfurt, Gera, Jena, Nordhausen, Suhl sowie in Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Plauen und Zwickau angesiedelt.

