Am Montag, dem 17. März 2026, ereignete sich in Dillingen an der Saar eine Verfolgungsfahrt, die sich bis in die Gemeinde Beckingen erstreckte. Die Polizei konnte den 25-jährigen Fahrer eines silberfarbenen Citroën C2 nach einer kurzen Flucht zu Fuß festnehmen. Gegen den Mann wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.
Auslöser der Verfolgungsfahrt
Gegen 18:55 Uhr fiel der Verkehrspolizei ein Citroën C2 in der Trierer Straße in Dillingen auf, der mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Die Beamten, die mit einem Zivilfahrzeug unterwegs waren, versuchten den Fahrer mittels roter Leuchtschrift „Stopp Polizei“ und eingeschaltetem Blaulicht zum Anhalten zu bewegen. Der Fahrer ignorierte diese Anhaltezeichen jedoch und beschleunigte stattdessen weiter.
Flucht durch mehrere Orte
Der Fahrer setzte seine Flucht zunächst durch die Ortslage Diefflen fort, bevor er über die L 346 nach Düppenweiler und anschließend nach Reimsbach fuhr. Dort erreichte er eine Sackgasse in der Nähe einer Grundschule, wo er sein Fahrzeug verließ und zu Fuß weiterflüchtete. Seine Beifahrerin blieb im Fahrzeug zurück.
Festnahme und Verdachtsmomente
Der 25-Jährige konnte von Fahndungskräften in Reimsbach nach kurzer Flucht festgenommen werden. Es stellte sich heraus, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass er während der Fahrt unter dem Einfluss von Cannabis stand. Daraufhin wurde ihm eine Blutprobe entnommen.
Gefährliche Fahrweise während der Flucht
Die Polizei berichtet, dass der Fahrer während der Verfolgungsfahrt mehrfach ungebremst und unter Missachtung der Vorfahrt in Kreuzungen und Einmündungen einfuhr. Trotz Gegenverkehr nutzte er die gesamte Fahrbahnbreite und überholte an unübersichtlichen Stellen. In der Düppenweiler Straße in Diefflen versuchte er zudem, das Polizeifahrzeug abzudrängen. Nur eine Gefahrenbremsung der Beamten verhinderte einen Unfall.
Keine bekannten Schäden oder Verletzte
Nach bisherigen Erkenntnissen kam es durch die Verfolgungsfahrt weder zu Sachschäden noch zu Personenschäden. Die Polizei bewertet das Verhalten des Fahrers als äußerst gefährlich für andere Verkehrsteilnehmer und bittet Zeugen, die durch die Fahrweise des Citroën gefährdet wurden, sich bei der Verkehrspolizei unter der Telefonnummer 0681/962-1651 zu melden.
Strafverfahren gegen den 25-Jährigen
Gegen den Mann aus dem Landkreis Saarlouis wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Dazu zählen unter anderem der Verdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs, die Beteiligung an einem Kraftfahrzeugrennen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Weiteres Vorgehen
Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und bittet um Hinweise von möglichen weiteren Geschädigten oder Zeugen. Die Verkehrspolizei steht für Auskünfte und Hinweise zur Verfügung.

