Die Polizei Köln ermittelt nach zwei versuchten Raubüberfällen, die sich in der vergangenen Woche in den Stadtteilen Deutz und Neustadt-Nord ereigneten. Drei Jugendliche, die auf gemieteten E-Scootern unterwegs waren, sollen dabei versucht haben, Fußgängern Wertgegenstände zu entreißen. Die Polizei sucht dringend Zeugen, um die Taten aufzuklären.
Erster Vorfall in Deutz am 13. März
Am Freitag, den 13. März, gegen 11:50 Uhr, versuchten drei Jugendliche auf zwei orangefarbenen E-Scootern auf der Deutz-Kalker-Straße in Höhe des Pyramidenparks, einem 48-jährigen Fußgänger das Mobiltelefon zu entreißen. Nachdem der Raubversuch misslang, stoppten die Jugendlichen den Mann und forderten ihn unter Androhung von Gewalt auf, Wertsachen herauszugeben.
Als der 48-Jährige versuchte, sich zügig zu entfernen, wurden er die Jugendlichen verfolgt und bespuckt. Kurz nach diesem Vorfall beobachtete der Geschädigte aus der Distanz, wie dieselbe Gruppe einen älteren, dunkel gekleideten Mann ebenfalls bespuckte. Da in der Aufregung keine Personalien ausgetauscht wurden, bittet die Polizei diesen Mann dringend, sich als wichtiger Zeuge zu melden.
Zweiter Vorfall am Konrad-Adenauer-Ufer am 16. März
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag, dem 16. März, gegen 14:20 Uhr, am Konrad-Adenauer-Ufer. Dort versuchten drei Jugendliche auf zwei weiß-grünen E-Scootern einer 29-jährigen Frau im Vorbeifahren den Rucksack zu entreißen. Nachdem auch dieser Raubversuch scheiterte, wurden die Frau und ihre Begleiterin von den Jugendlichen bespuckt.
Die Täter flüchteten anschließend in Richtung Hauptbahnhof. Die Polizei geht aufgrund der ähnlichen Täterbeschreibung und Vorgehensweise von einem Zusammenhang der beiden Taten aus.
Polizeiliche Ermittlungen und Zeugenaufruf
Das Kriminalkommissariat 14 der Polizei Köln hat die Ermittlungen übernommen und prüft derzeit, ob die beiden Vorfälle zusammenhängen. Die Polizei bittet insbesondere den älteren, dunkel gekleideten Mann aus dem Vorfall am 13. März in Deutz, sich bei den Behörden zu melden.
Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder den Vorfällen geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden. Die Polizei weist darauf hin, dass jede noch so kleine Beobachtung zur Aufklärung beitragen kann.
Sicherheitslage und Prävention
Die Vorfälle zeigen, dass Jugendliche offenbar versuchen, mit aggressiven Methoden Fußgänger zu berauben. Die Polizei empfiehlt daher, in den betroffenen Bereichen besonders aufmerksam zu sein und bei Bedrohungssituationen umgehend die Polizei zu informieren.
Darüber hinaus wird empfohlen, keine Wertgegenstände offen zur Schau zu stellen und bei Verdacht auf kriminelle Handlungen Abstand zu halten. Die Polizei wird verstärkt in den betroffenen Stadtteilen präsent sein, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.
Weitere Informationen
Die Polizei Köln setzt auf die Mithilfe der Bevölkerung, um die Täter schnell zu identifizieren und weitere Vorfälle zu verhindern. Hinweise können auch anonym abgegeben werden. Die Ermittlungen laufen weiterhin.

