Am Samstagvormittag wurde die Bundespolizeiinspektion Hannover über einen Schwarzfahrer in einem ICE von Hamm (Westfalen) nach Hannover informiert. Der Mann führte dabei ein Fahrrad mit sich, bei dem der Verdacht bestand, dass es sich um Diebesgut handeln könnte. Nach dem Halt des Zuges wurde der Mann von Bundespolizisten kontrolliert.
Kontrolle und Feststellung der Personalien
Der Mann konnte keinen gültigen Fahrschein vorweisen. Zur weiteren Identitätsfeststellung wurde er zur Wache der Bundespolizeiinspektion Hannover gebracht. Dort gab er an, wohnungslos zu sein und erklärte, das Fahrrad in Hamm gefunden und das Schloss aufgebrochen zu haben. Die anschließenden Ermittlungen ergaben, dass das Fahrrad als Fundsache bei der Bundespolizei Hamm registriert und dort sicher verwahrt wurde. Der Mann räumte daraufhin ein, das Fahrrad widerrechtlich entwendet zu haben.
Verstoß gegen Waffenverbotszone
Bei der Durchsuchung seiner mitgeführten Gegenstände fanden die Beamten eine Machete, zwei Messer, ein Feuerzeug in Form einer Handgranate sowie ein Multitool. Das Mitführen dieser Gegenstände verstößt gegen die geltende Waffenverbotszone und eine Allgemeinverfügung, die das Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenständen untersagt. Die sichergestellten Gegenstände sowie das Fahrrad wurden von der Polizei beschlagnahmt.
Angriff auf Bundespolizisten
Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen auf der Wache griff der Mann einen Bundespolizisten an und schlug ihm mit der Faust gegen den Arm. Der Angriff konnte schnell gestoppt werden, der Beamte blieb unverletzt. Aufgrund der aggressiven Verhaltensweise und der polizeilichen Vorgeschichte des Mannes wurde er zum Zwecke eines beschleunigten Verfahrens in den Polizeigewahrsam gebracht.
Ermittlungen und rechtliche Schritte
Gegen den Mann wird nun wegen Erschleichens von Leistungen, besonders schwerem Diebstahl, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt. Die Bundespolizei Hannover führt die weiteren Ermittlungen durch.
Hintergrund zur Waffenverbotszone
Die Waffenverbotszone in Hannover soll das Mitführen gefährlicher Gegenstände in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnanlagen verhindern. Verstöße werden strafrechtlich verfolgt und können zu empfindlichen Strafen führen. Die Bundespolizei setzt die Regelungen konsequent durch, um die Sicherheit im Bahnverkehr zu gewährleisten.
Fazit
Der Vorfall am Samstag zeigt erneut, wie wichtig die Kontrollen durch die Bundespolizei sind, um Gefahren im öffentlichen Nahverkehr zu minimieren. Die Kombination aus Schwarzfahren, Diebstahl und dem Mitführen verbotener Waffen führte zu einer schnellen Festnahme und weiteren Ermittlungen.

