In Gechingen wurden am Montagmittag zwei Tatverdächtige festgenommen, die im Verdacht stehen, einen versuchten Betrug im Zusammenhang mit Kryptowährungs-Investitionen begangen zu haben. Die beiden Männer wollten bei einem Geschädigten eine erhebliche Menge Gold abholen, um angebliche Anlagegebühren zu begleichen.
Hintergrund der Ermittlungen
Nach den bisherigen Erkenntnissen wollten ein Ehepaar aus dem Raum Gechingen in digitale Währungen investieren. Über eine Werbeanzeige in sozialen Medien kamen sie mit vermeintlichen Vermittlern in Kontakt. Seit Oktober 2025 überwies das Paar in mehreren Transaktionen mehr als eine Million Euro auf verschiedene Konten.
Erst als die Internetseite, über die das Ehepaar seine Investitionen verfolgen konnte, nicht mehr erreichbar war, wurde der Betrug offenbar. Trotz dieser Erkenntnis bestand weiterhin Kontakt zu den Tätern, woraufhin ein Treffen vereinbart wurde.
Versuchter Gold-Übergabe als Teil des Betrugs
Im Rahmen des Treffens wurde den Tätern eine große Menge Gold in Aussicht gestellt, um angebliche Anlagegebühren zu begleichen. Am 16. März 2026 erschienen zwei Männer an der Wohnanschrift der Geschädigten, um das Gold abzuholen. Die Kriminalpolizei Calw nahm die beiden Tatverdächtigen widerstandslos fest.
Rechtliche Schritte und Haft
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen erließ die zuständige Haftrichterin am Amtsgericht Tübingen am 17. März 2026 Haftbefehle gegen die beiden Männer. Die Tatverdächtigen, ein 44-jähriger Ukrainer und ein 34-jähriger Pole, die beide keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.
Ermittlungen dauern an
Die Kriminalpolizei Calw und die Staatsanwaltschaft Tübingen führen die Ermittlungen zu dem Fall weiterhin durch. Ziel ist es, den genauen Ablauf der Betrugsmasche zu klären und weitere mögliche Tatbeteiligte zu identifizieren.
Die Behörden weisen darauf hin, bei Investitionen in Kryptowährungen stets vorsichtig zu sein und im Zweifelsfall professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

