Am Donnerstag, dem 26. März 2026, führten Einsatzkräfte der Polizei Duisburg gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern eine umfangreiche Schwerpunktkontrolle zum Thema „Berauschende Mittel im Straßenverkehr“ durch. Die Aktion fand auf einem Parkplatz im Bereich Vulkanstraße / Heerstraße / Marientor / Steinsche Gasse statt und dauerte von 10 bis 16 Uhr.
Kooperation verschiedener Behörden und Fachstellen
An der Kontrollaktion waren neben der Polizei Duisburg auch Mitarbeitende des Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW) beteiligt. Diese Maßnahme war Teil einer Fortbildung zum Thema „Drogen im Straßenverkehr“. Weiterhin unterstützte der Städtische Außendienst (SAD) der Stadt Duisburg die Kontrollen. Technische Unterstützung bei den Urin- und Speicheltests leisteten Expertinnen und Experten des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW). Das Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Essen war für die Auswertung der Blutproben und Gutachtenerstellung zuständig. Vor Ort war zudem eine Ärztin, die Blutproben unmittelbar entnehmen konnte, um eine zügige Bearbeitung zu gewährleisten. Ein Diensthundführer mit einem Rauschgiftspürhund stand ebenfalls bereit, um Fahrzeuge bei Verdacht auf Betäubungsmittel zu durchsuchen.
Ergebnisse der Kontrollen im Überblick
Während der sechsstündigen Kontrolle wurden insgesamt 79 Fahrzeuge und 90 Personen überprüft. In sechs Fällen wurde aufgrund des Verdachts auf das Führen eines Fahrzeugs unter dem Einfluss berauschender Mittel eine Blutprobe entnommen. Darüber hinaus fertigten die Einsatzkräfte mehrere Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeitenanzeigen:
- Zwei Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis
- Eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz
- Eine Sicherheitsleistung bei einer Person ohne festen Wohnsitz in Deutschland, die unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug führte und keine Haftpflichtversicherung vorweisen konnte
- Ein sichergestelltes Kennzeichen
- Zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis
- Drei Kontrollberichte wegen Fahrzeugmängeln
- Zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Missachtung der Ladungssicherung
- Ein Verwarngeld wegen Nutzung eines Handys während der Fahrt
Der Städtische Außendienst der Stadt Duisburg stellte zudem sieben Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen fehlender Umweltplaketten aus und erhob siebzehn Verwarngelder wegen defekter Fahrzeugbeleuchtung.
Besondere Fälle und Maßnahmen
Während der Kontrolle fiel ein Mann in einem Opel durch einen positiven Drogenvortest auf. Die Ärztin entnahm ihm daraufhin eine Blutprobe. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ ein Richter einen Durchsuchungsbeschluss für das Fahrzeug, da im Auto ein Löffel mit weißen Rückständen gefunden wurde. Der Rauschgiftspürhund entdeckte weitere Drogenutensilien. Die Weiterfahrt wurde dem Fahrer untersagt.
Ein weiterer Fall betraf einen Audi-Fahrer aus dem Ausland, bei dem ebenfalls ein positiver Drogenvortest auf Kokain festgestellt wurde. Da das Fahrzeug weder versichert noch zugelassen war, stellten die Polizisten das Kennzeichen sicher und nahmen eine Sicherheitsleistung. Auch ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.
In der Nähe des Kontrollortes wurde ein E-Scooter mit zwei Personen besetzt angetroffen. Bei beiden fiel der Drogenvortest positiv aus, weshalb jeweils eine Blutprobe entnommen wurde. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte Amphetamin und ein Einhandmesser, welche sichergestellt wurden.
Appell der Polizei Duisburg zur Verkehrssicherheit
Alexander Paffrath, Leiter der Direktion Verkehr bei der Polizei Duisburg, betonte die Bedeutung derartiger Kontrollen: „Der Konsum von Drogen durch Verkehrsteilnehmende hat unmittelbare Auswirkungen auf deren Fähigkeit, ein Kraftfahrzeug sicher zu führen. Die Unfallfolgen sind in diesem Zusammenhang regelmäßig schwerwiegend. Die Reduzierung der Unfallzahlen ist daher wesentlicher Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit.“ Er kündigte an, dass die Polizei Duisburg auch in Zukunft regelmäßig Schwerpunkteinsätze dieser Art durchführen werde, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden.

