Die Suche nach dem seit Dezember 2014 vermissten Horst Georg Linnemann aus Neumünster hat eine neue Wendung genommen. Ermittlerinnen und Ermittler der Cold Case Unit (CCU) des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein haben im Brachenfelder Gehölz bei Neumünster Knochen gefunden, deren Herkunft derzeit noch nicht abschließend geklärt ist. Die Funde wurden im Zuge einer gezielten Suchaktion auf Basis neuer Erkenntnisse gemacht.
Suche im Brachenfelder Gehölz mit Unterstützung von Spezialkräften
Die Ermittlungen konzentrierten sich auf einen Hinweispunkt im Brachenfelder Gehölz, der im Rahmen der laufenden Ermittlungen als relevant eingestuft wurde. Unterstützt wurde die CCU bei der Suche vom Kampfmittelräumdienst sowie von Spurensicherungsexperten der Polizeidirektion Kiel. Das Erdreich an der betreffenden Stelle wurde sorgfältig geöffnet, um mögliche Hinweise zu sichern.
Knochenfund noch nicht abschließend zugeordnet
In einer Grube entdeckten die Ermittler Knochen, deren Herkunft bislang nicht zweifelsfrei bestimmt werden konnte. Ein Gutachten der Rechtsmedizin wird derzeit erstellt, um Klarheit über die Identität und den Zusammenhang mit dem Vermisstenfall zu erhalten. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleiben die Herkunft und Bedeutung der Knochen unklar.
Hintergrund zum Vermisstenfall Horst Georg Linnemann
Horst Georg Linnemann wurde zuletzt am 15. Dezember 2014 in Neumünster-Faldera gesehen. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war der damals 28-Jährige wohnhaft in Neumünster. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus, konnten jedoch trotz intensiver Suchmaßnahmen und Ermittlungen bislang keine Leiche finden. Die Suche nach Linnemann zählt zu den sogenannten Cold Cases, also ungelösten Fällen, die von der CCU erneut geprüft werden.
Bisherige Suchmaßnahmen blieben ohne Erfolg
Im Februar 2026 hatte die Cold Case Unit bereits ein Areal im Wattenbeker Gehege bei Neumünster durchsucht. Zudem wurden ehemalige Baugruben an der Bundesstraße 4, die zum Zeitpunkt des Verschwindens offen waren, überprüft. Diese Suchaktionen führten jedoch nicht zum Auffinden von Spuren oder Hinweisen, die zur Lösung des Falls beitragen könnten.
Belohnung für Hinweise ausgesetzt
Die Staatsanwaltschaft Kiel hat eine Belohnung in Höhe von 1.500 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Auffindung der Leiche oder zur Ermittlung des oder der Täter führen. Personen, die sachdienliche Informationen besitzen, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0431/160-42852 zu melden.
Weiterer Ermittlungsstand und Ausblick
Zum aktuellen Zeitpunkt können die Ermittlungsbehörden keine weiteren Auskünfte zu den laufenden Untersuchungen geben. Die Ergebnisse des rechtsmedizinischen Gutachtens werden mit Spannung erwartet, da sie wichtige Erkenntnisse für die weitere Aufklärung des Vermisstenfalls liefern könnten. Die Ermittlungen bleiben weiterhin offen und werden von der Cold Case Unit des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein mit hoher Priorität verfolgt.

