Eine 60-jährige Frau aus Riedlingen hat am Samstag einen Betrugsversuch erfolgreich abgewehrt. Während sie am Nachmittag im Internet unterwegs war, erhielt sie eine Warnmeldung auf ihrem Laptop. Ein Pop-up-Fenster forderte sie auf, eine Telefonnummer des technischen Supports anzurufen.
Die Frau folgte dieser Aufforderung und kontaktierte die angegebene Nummer. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter eines Softwareunternehmens. Der Unbekannte überzeugte die Frau, dass sie für seine Dienste 500 Euro zahlen müsse. Darüber hinaus wollte er Zugriff auf ihren Computer sowie auf weitere Geräte erhalten.
Bevor der Betrüger jedoch eine Software installieren konnte, wurde die 60-Jährige skeptisch und brach den Kontakt ab. Die Polizei in Riedlingen hat die Ermittlungen aufgenommen, doch es scheint, als sei kein finanzieller Schaden entstanden.
Die Polizei warnt eindringlich davor, persönliche Daten wie Passwörter, PINs oder TANs am Telefon oder online preiszugeben. Diese Informationen sind sensibel und sollten stets geschützt werden. Nutzer sollten ihre Computer mit aktueller Antivirensoftware sichern und sich über Sicherheitsmaßnahmen beim Surfen im Internet informieren. Hier einige wichtige Tipps:
- Geben Sie keine Bank- oder Kreditkartendaten sowie Zugangsdaten zu Online-Konten weiter.
- Installieren Sie keine „Fernwartungs-Software“ auf Ihrem Rechner, es sei denn, Sie sind sich sicher über den Anbieter.
- Wenn Sie bereits Opfer eines Betrugs geworden sind, ändern Sie möglicherweise kompromittierte Passwörter.
- Entfernen Sie verdächtige „Fernwartungs-Programme“ von Ihrem Computer.
- Versuchen Sie, durch Betrüger getätigte Zahlungen zurückzuholen.
- Bei Betrugsversuchen können Sie sich auch direkt an Microsoft wenden: www.microsoft.com/de-DE/concern/scam
Für weitere Informationen steht das Polizeipräsidium Ulm unter der E-Mail-Adresse ulm.pp@polizei.bwl.de zur Verfügung.

