Am 23. Februar 2024 fanden in Pforzheim mehrere Gedenkveranstaltungen anlässlich des 81. Jahrestages der Zerstörung der Stadt statt. Die Polizei zeigte sich mit dem Verlauf der Ereignisse zufrieden, da diese friedlich und ohne Störungen abliefen.
Die offizielle Gedenkfeier der Stadt Pforzheim startete um 15:00 Uhr auf dem Hauptfriedhof. Rund 150 Teilnehmer nahmen an der etwa einstündigen Veranstaltung teil, um der Opfer zu gedenken.
Um 17:00 Uhr versammelte sich die „Initiative gegen Rechts“ (IgR) an den Stelen des Widerstands in der Bahnhofstraße. Circa 60 Personen gedachten dort bis 17:45 Uhr der Bombardierung der Stadt.
Auf dem Marktplatz fand von 18:30 bis 20:30 Uhr ein „Lichtermeer“ statt, an dem etwa 400 Menschen teilnahmen, um den Opfern des 23. Februar zu gedenken.
Zusätzlich zog eine von einem „offenen antifaschistischen Treffen“ (OAT) angemeldete Versammlung gegen 18:00 Uhr vom Hauptbahnhof durch die Nordstadt in Richtung Wartberg. Rund 130 Teilnehmer versammelten sich gegen 19:15 Uhr am Parkplatz des Wartbergfreibades, um gegen eine Mahnwache des „Freundeskreises ein Herz für Deutschland“ (FHD) zu protestieren. Die FHD-Gruppe, bestehend aus etwa 40 Personen, entzündete um 19:44 Uhr Fackeln auf dem Wartberg. Ihre Versammlung endete gegen 20:15 Uhr.
Während des Glockenläutens um 19:44 Uhr wurde aus angrenzenden Grundstücken Pyrotechnik gezündet. Die Polizei hat die Ermittlungen hierzu aufgenommen. Abgesehen davon verliefen die Versammlungen auf dem Wartberg ohne Zwischenfälle.
Für die Sicherheit der Teilnehmer waren neben der Landes- und Bundespolizei auch der Rettungsdienst, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk sowie Vertreter der Stadt Pforzheim im Einsatz.
Die Einsatzleiterin, Leitende Polizeidirektorin Jennifer Lautensack, äußerte sich positiv über den Verlauf der Veranstaltungen: „Ein weiteres Mal ist es uns gelungen, einen ordnungsgemäßen und störungsfreien Verlauf für alle Versammlungen und Veranstaltungen zu gewährleisten.“

