In der Nürnberger Innenstadt fanden am Montagabend, dem 23. Februar 2026, mehrere politische Versammlungen statt. Die Polizei sorgte dafür, dass die unterschiedlichen Gruppen voneinander getrennt blieben und der Ablauf der Veranstaltungen weitgehend störungsfrei verlief.
Ab etwa 18:30 Uhr versammelten sich rund 60 Teilnehmer unter dem Motto „Die Martenstein-Situation: Nur Faschisten verbieten die Opposition!“ am Sebalder Platz. In unmittelbarer Nähe formierten sich Gegenproteste mit etwa 165 Teilnehmern. Um ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Lager zu verhindern, setzten die Einsatzkräfte Sperrgitter ein.
Gegen 19:05 Uhr begaben sich die Teilnehmer der ersten Versammlung auf einen Aufzug durch die Innenstadt, woraufhin auch der Gegenprotest in Bewegung trat.
In der Königstraße, in der Nähe der Adlerstraße, setzten sich mehrere Personen zu einer Sitzblockade und hakten sich untereinander ein. Die Polizei betrachtete dies als eine Versammlung und forderte insgesamt sechs Teilnehmer mehrfach, auch durch Lautsprecherdurchsagen, auf, die Straße zu verlassen. Da die Aufforderungen ignoriert wurden, trugen die Beamten die Personen beiseite und stellten ihre Personalien fest. Zwei Frauen und ein Mann, die keine Ausweispapiere bei sich hatten, wurden zur Identitätsfeststellung zur Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte gebracht.
Kurz darauf versuchten Teilnehmer des Gegenprotests, den Demonstrationszug in der Augustinerstraße zu blockieren. Die Polizei leitete den Aufzug über den Gehweg an der Blockade vorbei.
Gegen 20:30 Uhr erklärten die Versammlungsleiter das Ende der Veranstaltungen. Die Nürnberger Kriminalpolizei wird nun prüfen, ob es im Zusammenhang mit den Versammlungen zu weiteren Verstößen gekommen ist.
Im Einsatz waren Kräfte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte, der Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg.

