Im Jahr 2025 führte das Hauptzollamt Lörrach umfassende Prüfungen im Bereich der Finanzkontrolle Schwarzarbeit durch. Insgesamt wurden 574 Unternehmen in der Region überprüft, wobei mehr als 6.600 Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen befragt wurden.
Aufgrund festgestellter Unregelmäßigkeiten mussten die Zöllner 1.498 Ermittlungen wegen Straftaten einleiten, was einen Anstieg im Vergleich zu 2024 darstellt, als 1.350 Ermittlungen registriert wurden. Zudem wurden 1.036 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eröffnet, während es im Vorjahr 1.142 waren. In diesem Jahr konnten 1.265 Strafverfahren abgeschlossen werden, was einen Rückgang im Vergleich zu 2024 (1.394) darstellt. Die Gerichte verhängten Geldstrafen in Höhe von 0,3 Millionen Euro, während die Freiheitsstrafen insgesamt 12,5 Jahre betrugen, was ebenfalls einen Anstieg im Vergleich zu 2024 (9 Jahre) darstellt.
Die Zöllnerinnen und Zöllner, die an den Standorten Lörrach, Freiburg und Offenburg tätig sind, konzentrieren sich zunehmend auf risikoorientierte Prüfungen. Dies betrifft insbesondere Branchen, die stark von Schwarzarbeit betroffen sind, wie Bau, Gastronomie, Taxi- und Sicherheitsgewerbe sowie Friseur- und Kosmetikbetriebe. Regelmäßig werden bundesweite Schwerpunktprüfungen durchgeführt.
Das Prüfspektrum umfasst unter anderem die Überprüfung von Pflichtmeldungen an die Sozialversicherung, den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen sowie die Einhaltung von Mindestarbeitsbedingungen, wie etwa die Zahlung des Mindestlohns. Das im letzten Jahr in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung ermöglicht den Zöllnern eine verbesserte digitale Auswertung von Daten und stärkt deren Befugnisse.
In bestimmten strafrechtlichen Verfahren können die Zöllner eigenständig Strafbefehle beantragen, was ihnen zusätzliche Kompetenzen verleiht. Ordnungswidrigkeitenverfahren werden in der Regel eigenständig abgeschlossen.
Für weitere Informationen steht die Pressesprecherin des Hauptzollamts Lörrach, Antje Bendel, zur Verfügung:
- Telefon: 07621 941-1200
- E-Mail: presse.hza-loerrach@zoll.bund.de
- Website: www.zoll.de

