Die Verkehrssicherheitsbilanz für Hamburg im Jahr 2025 zeigt erfreuliche Entwicklungen. Polizeivizepräsident Mirko Streiber und der Leiter der Verkehrsdirektion, Thomas Model, präsentierten die Ergebnisse, die eine nahezu konstante Zahl von 64.310 Verkehrsunfällen im Vergleich zum Vorjahr ausweisen. Die Mehrheit dieser Unfälle führte lediglich zu Sachschäden, während 7.532 Unfälle mit Personenschaden insgesamt 8.845 Verletzte zur Folge hatten.
Ein besonders positiver Aspekt ist der Rückgang der Verkehrstoten von 39 im Vorjahr auf nur 21 im Jahr 2025, was einem Rückgang von über 46 Prozent entspricht. Dies ist die niedrigste Zahl in den letzten zehn Jahren, abgesehen von den Jahren 2015 und 2020. Dennoch bleibt jeder Verkehrstote eine tragische Bilanz. Der Rückgang ist vor allem auf die drastisch gesunkene Zahl der tödlich verunglückten Fußgänger zurückzuführen.
Die Unfallstatistik zeigt, dass zwei Drittel der tödlich verunglückten Personen ungeschützte Verkehrsteilnehmende waren. Bei den Radfahrenden stieg die Zahl der Toten auf elf, wobei häufige Unfallursachen Fehler beim Abbiegen und das Übersehen von Radfahrenden waren. Nur zwei der tödlich verletzten Radfahrenden trugen einen Helm, was die Polizei Hamburg dazu anregt, das Tragen von Helmen zu empfehlen, um das Risiko schwerer Kopfverletzungen zu minimieren.
Die Unfälle mit Fußgängern zeigen ebenfalls eine positive Entwicklung. Die Zahl der getöteten Fußgänger sank von 14 auf 3. Insgesamt wurden 1.315 Unfälle mit Fußgängern registriert, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Die Hauptursache für diese Unfälle sind häufige Fehler beim Überqueren der Straße durch die Fußgänger selbst.
Die Verkehrsunfälle mit Kindern stiegen um 19,6 Prozent auf 647, wobei die Zahl der verletzten Kinder um 25,2 Prozent auf 457 anstieg. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen, insbesondere in Bezug auf diese verletzliche Gruppe. Bei den Seniorinnen und Senioren bleibt die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stabil, während die Zahl der verunglückten Personen über 65 Jahre anstieg.
Die Polizei Hamburg setzt auch 2025 auf verstärkte Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen. Im Rahmen der Kampagne „Mobil. Aber sicher!“ wurden zahlreiche Kontrollen durchgeführt, die zu über 1,3 Millionen festgestellten Verkehrsordnungswidrigkeiten führten. Innovative Technologien wie Drohnen und GPS-gestützte Systeme kamen ebenfalls zum Einsatz.
Innensenator Andy Grote und Polizeivizepräsident Mirko Streiber betonten die Notwendigkeit, die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen und appellierten an alle Verkehrsteilnehmenden, verantwortungsvoll zu handeln. Trotz der positiven Entwicklungen bleibt die Minimierung der Verkehrsunfälle, insbesondere bei ungeschützten Verkehrsteilnehmenden, ein zentrales Anliegen.

