Im Rahmen intensiver Kontrollmaßnahmen im Grenzraum Aachen hat die Bundespolizei am vergangenen Wochenende mehrere Festnahmen vorgenommen. Unter den festgenommenen Personen befindet sich ein international gesuchter Straftäter, gegen den ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes vorlag.
Festnahme eines international gesuchten Straftäters auf der A44
Am Rastplatz Königsberg auf der Bundesautobahn 44 gelang den Bundespolizisten die Festnahme eines 48-jährigen türkischen Staatsangehörigen. Der Mann war als Beifahrer in einem Pkw aus Belgien eingereist und konnte sich zunächst nur mit französischen Asylpapieren ausweisen. Nach einer eingehenden Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen ihn ein internationaler Haftbefehl der Türkei über INTERPOL vorliegt. Der Haftbefehl wurde wegen des Verdachts des versuchten Mordes erlassen.
Der Festgenommene wurde der Justiz vorgeführt. Das Verfahren liegt bei der Generalstaatsanwaltschaft Köln, die über die Auslieferung des Mannes an die türkischen Behörden entscheiden wird. Eine endgültige Entscheidung über die Auslieferung steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus.
Weitere Festnahmen am Aachener Hauptbahnhof und auf der Autobahn 4
Am Freitagabend kontrollierten Bundespolizisten am Aachener Hauptbahnhof einen 26-jährigen bosnisch-herzegowinischen Staatsangehörigen, der mit der S 41 aus Belgien einreiste. Bei der Fahndungsüberprüfung wurde ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Memmingen wegen Betrugs festgestellt. Der Mann wurde festgenommen und der Justiz zur Haftvorführung übergeben.
Am selben Abend wurde auf der Bundesautobahn 4 ein bulgarischer Fahrzeugführer kontrolliert. Die Überprüfung ergab zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der Mann beglich eine Geldstrafe in Höhe von 1.050 Euro und konnte so eine Ersatzfreiheitsstrafe zunächst abwenden. Aufgrund eines weiteren Haftbefehls wurde er jedoch in die Justizvollzugsanstalt Aachen gebracht, um eine Restfreiheitsstrafe von vier Monaten zu verbüßen.
Festnahme eines deutschen Staatsangehörigen wegen Erschleichens von Leistungen
In der Nacht zu Samstag kontrollierten die Beamten einen 36-jährigen deutschen Staatsangehörigen in der Vorhalle des Aachener Hauptbahnhofs. Gegen ihn lag ein Strafvollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Aachen wegen Erschleichens von Leistungen vor. Da der Mann die verhängte Geldstrafe von 510 Euro nicht begleichen konnte, wurde er festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt Aachen verbracht, wo er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 51 Tagen absitzt.
Kontrollmaßnahmen im Grenzraum zeigen Wirkung
Die Bundespolizei Aachen setzt im Grenzraum zu Belgien und den Niederlanden verstärkt auf Kontrollen, um Haftbefehle zu vollstrecken und Straftäter zu identifizieren. Die jüngsten Festnahmen belegen die Wirksamkeit dieser Maßnahmen. Die Polizei appelliert weiterhin an die Bevölkerung, bei verdächtigen Beobachtungen die Behörden zu informieren.
Die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin bleibt auch in Zukunft wachsam und wird die Kontrollen fortsetzen, um die Sicherheit im Grenzgebiet zu gewährleisten.

