In Braunschweig-Lehndorf kam es am Montagvormittag zu einem Trickbetrug durch falsche Polizeibeamte, bei dem eine 85-jährige Seniorin um eine fünfstellige Bargeldsumme sowie Goldschmuck betrogen wurde. Die Tat ereignete sich zwischen 08:30 und 13:00 Uhr in der Homburgstraße.
Vorgehen der Täter
Die Betrüger kontaktierten die Seniorin telefonisch und gaben sich als Polizeibeamte aus. Im Gespräch schilderten sie eine angebliche Festnahme in der Nachbarschaft sowie einen vermeintlich kriminellen Mitarbeiter der Bankfiliale, die die Frau regelmäßig nutzt. Auf dieser Grundlage forderten sie sie auf, Bargeld von ihrem Konto abzuheben und es zur Unterstützung der Ermittlungen in ihrem Briefkasten zu deponieren.
Im Verlauf des etwa vierstündigen Telefonats begab sich die Seniorin zweimal zur Bank und hob insgesamt eine fünfstellige Summe ab. Das Geld legte sie anschließend wie angewiesen in ihrem Briefkasten ab. Kurz darauf wurde sie angewiesen, zusätzlich Goldschmuck dort zu hinterlegen. Nachdem sie dem nachkam, war das Bargeld bereits verschwunden, ebenso der Schmuck wenig später.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Geschädigte informierte nach dem Vorfall die Polizei, die daraufhin die Ermittlungen aufnahm. Nach bisherigen Erkenntnissen haben unbekannte Täter die Seniorin offenbar beobachtet und sich längere Zeit im Wohngebiet aufgehalten, bevor sie die Wertgegenstände entwendeten.
Die Polizei Braunschweig bittet daher Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Homburgstraße wahrgenommen haben, sich zu melden. Hinweise können beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0531/476-2516 abgegeben werden.
Warnung vor Betrugsmaschen
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals Bargeld oder Wertgegenstände von Bürgerinnen und Bürgern abholen. Jegliche derartige Aufforderungen sind als Betrugsversuch zu werten. Bürgerinnen und Bürger sollten in solchen Fällen stets misstrauisch sein und sich direkt an die örtliche Polizeidienststelle wenden.
Die Polizei empfiehlt, bei verdächtigen Anrufen keine persönlichen Daten herauszugeben und keine Wertgegenstände zugänglich zu machen. Im Zweifel sollte man das Gespräch beenden und selbst die Polizei kontaktieren.
Hintergrund und Prävention
Trickbetrüger nutzen häufig die Angst und das Vertrauen älterer Menschen aus, um an Bargeld und Wertgegenstände zu gelangen. Die Masche mit falschen Polizeibeamten ist eine der bekanntesten Formen solcher Betrugsversuche. Die Polizei rät daher zu besonderer Vorsicht und informiert regelmäßig über solche Methoden.
Betroffene und Angehörige sollten sich über aktuelle Betrugsmaschen informieren und im Zweifel Rat bei Beratungsstellen oder der Polizei suchen, um sich vor finanziellen Schäden zu schützen.

