Die Polizei in Hanau hat am vergangenen Freitag ihre Präsenz im Bereich des Freiheitsplatzes deutlich erhöht und gemeinsam mit der Stadtpolizei sowie der Bereitschaftspolizei umfangreiche Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Die Aktion richtete sich vor allem auf die Einhaltung der seit August 2025 bestehenden Waffenverbotszone in der Innenstadt. Dabei wurden zahlreiche Personen kontrolliert und mehrere verbotene Gegenstände sichergestellt.
Kontrollen in der Waffenverbotszone
Die Kontrollmaßnahmen begannen am Nachmittag gegen 15 Uhr und dauerten bis in die Abendstunden an. Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 261 Personen in der Innenstadt, insbesondere rund um den Freiheitsplatz, den Marktplatz, das Forum Hanau und den Schlossgarten. Die Waffenverbotszone umfasst neben diesen zentralen Orten auch diverse Nebenstraßen und Passagen.
Im Fokus stand die Durchsetzung des in der Zone geltenden Verbots zum Mitführen von Waffen, Messern und Reizstoffgeräten. Dieses Verbot gilt grundsätzlich, Ausnahmen bestehen lediglich bei berechtigtem Interesse, etwa für Personen mit waffenrechtlicher Erlaubnis, Rettungskräfte oder bei bestimmten beruflichen und kulturellen Anlässen.
Unerlaubte Gegenstände sichergestellt
Im Verlauf der Kontrollen entdeckten die Beamten mehrere verbotene Gegenstände. Insgesamt wurden drei Messer, ein Schlagring, drei Tierabwehrpistolen sowie drei Tierabwehrsprays in amtliche Verwahrung genommen. Die Personalien der Betroffenen wurden aufgenommen, und es wird geprüft, ob Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden.
Die Polizei betont, dass solche Maßnahmen notwendig sind, um Regelverstöße zu unterbinden und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Erst kürzlich war es am Freiheitsplatz zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen, bei der ein 25-jähriger Mann durch einen Messerangriff lebensbedrohlich verletzt wurde.
Kontrollen im Bereich Wilhelmsbad gegen Tuner- und Raserszene
Nach den Kontrollen in der Innenstadt verlagerte sich der Einsatz in den Stadtteil Wilhelmsbad. Dort kontrollierten die Einsatzkräfte gezielt die sogenannte Tuner-, Raser- und Poserszene, die sich in der Vergangenheit dort wiederholt getroffen hatte. Im Fokus standen die Einhaltung von Verkehrsregeln, die Vermeidung von unnötigem Lärm sowie die Durchsetzung von bestehenden Durchfahrtsverboten.
Die Polizei überprüfte 15 Fahrzeuge und 27 Personen. Dabei wurden acht Verstöße gegen Durchfahrtsverbote festgestellt, die mit entsprechenden Ordnungswidrigkeitenanzeigen geahndet wurden.
Polizei kündigt weitere Maßnahmen an
Andreas Thiem, Leiter des Polizeireviers Hanau, erklärte, dass die Polizei durch eine verstärkte Präsenz und gezielte Kontrollen konsequent für Sicherheit sorgen wolle. Die Ergebnisse der Aktion zeigten, dass solche Einsätze notwendig seien, um verbotene Gegenstände sicherzustellen und Regelverstöße zu ahnden. Ziel sei es, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden, damit sich die Menschen in Hanau sicher fühlen können.
Die Polizei kündigte an, auch in Zukunft vergleichbare Kontrollmaßnahmen durchzuführen, um die Sicherheit im gesamten Stadtgebiet zu erhöhen und Störungen der öffentlichen Ordnung frühzeitig entgegenzuwirken.
Hintergrund zur Waffenverbotszone in Hanau
Die Waffenverbotszone in Hanau wurde am 1. August 2025 eingeführt und umfasst große Teile der Innenstadt. Innerhalb dieser Zone ist das Mitführen von Waffen, Messern und Reizstoffgeräten grundsätzlich verboten, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und Gewalttaten vorzubeugen.
Seit Inkrafttreten der Regelung wurden insgesamt 38 Verstöße registriert, darunter auch die bei der aktuellen Kontrollaktion festgestellten. Verstöße gegen das Waffenverbot können als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

