In Iserlohn wurden zwischen Montag und Donnerstag mehrere Straftaten bekannt, die die Polizei aktuell untersucht. Betroffen sind unter anderem ein Autodiebstahl, der Diebstahl von Baumaschinen und ein Wohnungseinbruch, bei dem sich der Täter als Mitarbeiter eines Pflegedienstes ausgab. Die Polizei ruft zu erhöhter Vorsicht auf und gibt Tipps, wie man sich vor Betrugsversuchen schützen kann.
Autodiebstahl auf Parkplatz In der Läger
Zwischen Montag und Donnerstagnachmittag wurde auf dem Parkplatz In der Läger/Einsteinstraße ein Toyota Corolla Verso entwendet. Der Halter hatte sein Fahrzeug dort abgestellt, nachdem er eine Panne hatte. Die Polizei hat den Wagen zur Fahndung ausgeschrieben und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Diebstahl von Baumaschinen aus Opel Vivaro
Am Donnerstag zwischen 10 und 11 Uhr drangen Unbekannte auf einem Garagenhof an der Hans-Böckler-Straße in einen Opel Vivaro ein. Die Täter bohrten ein großes Loch in die Tür der Ladefläche, öffneten diese und entwendeten mehrere Baumaschinen. Die Polizei ermittelt zu den Tätern und bittet um sachdienliche Hinweise.
Betrugsversuche mit gefälschten Identitäten bei Fahrzeugverkäufen
Eine Iserlohnerin, die ein Fahrzeug online zum Verkauf angeboten hatte, wurde Opfer eines Betrugsversuchs. Ein angeblicher Kaufinteressent vereinbarte einen Preis und forderte per E-Mail die Zahlung von 950 Euro für die Abholung durch eine Spedition. Die Frau reagierte misstrauisch, recherchierte die Telefonnummer des Interessenten und stellte fest, dass es sich um eine betrügerische Masche handelt. Der angebliche Käufer gab an, dass eine Kopie seines Ausweises gestohlen wurde und er nun mehrfach mit Forderungen nach Speditionskosten konfrontiert werde.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang davor, Kopien des Ausweises unbedacht weiterzugeben, da diese für illegale Geschäfte missbraucht werden können. Außerdem sollten Verkäufer bei ungesehenen Fahrzeugverkäufen besonders vorsichtig sein und keine Vorauszahlungen für Transportkosten leisten. Auch Überweisungsbelege können gefälscht sein.
Wohnungseinbruch durch falschen Pflegedienstmitarbeiter
Am Donnerstag gegen 13:30 Uhr verschaffte sich ein unbekannter Mann Zugang zur Wohnung einer 89-jährigen Seniorin, indem er sich als Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes ausgab. Er behauptete, den Pflegegrad der Seniorin überprüfen zu müssen und bat sie, für einen Hörtest in einen Nachbarraum zu gehen. Unter dem Vorwand, etwas aus seinem Wagen holen zu müssen, verließ er die Wohnung und kehrte nicht zurück. Die Seniorin bemerkte anschließend, dass mehrere Schmuckstücke wie Ringe, ein Armband und Ohrringe gestohlen wurden.
Die Polizei warnt eindringlich davor, Fremde in die Wohnung zu lassen. Der Medizinische Dienst kommt nicht unangekündigt. Ähnliche Maschen werden auch mit angeblichen Pflegediensten, Handwerkern oder Wasserablesern angewandt. Senioren sollten sich stets einen Ausweis zeigen lassen und im Zweifel beim Auftraggeber telefonisch nachfragen. Betrüger werden in der Regel nicht lange warten und die Flucht ergreifen, wenn sie nicht sofort eingelassen werden.
Polizeiliche Hinweise und Prävention
Die Polizei rät, bei ungewöhnlichen Anfragen oder Besuchern stets vorsichtig zu sein. Besonders bei Online-Verkäufen sollten Käufer und Verkäufer auf sichere Abwicklung achten und keine Vorauszahlungen ohne Gewissheit leisten. Zudem sollten persönliche Dokumente wie Ausweiskopien nur mit großer Vorsicht weitergegeben werden.
Zeugen oder Personen, die Hinweise zu den genannten Straftaten geben können, werden gebeten, sich bei der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis zu melden.

