Im Stadtteil Gaarden in Kiel führten Einsatzkräfte in der vergangenen Woche umfangreiche Kontrollen durch. Dabei wurden mehrere Personen überprüft, was zur Sicherstellung von Betäubungsmitteln und zur Festnahme eines Einbrechers führte. Der 36-jährige Mann, der in ein Fahrzeug eingebrochen war, wurde im Rahmen eines Antrags der Staatsanwaltschaft Kiel dem Amtsgericht vorgeführt, wo gegen ihn Hauptverhandlungshaft angeordnet wurde.
Insgesamt kontrollierten die Beamten des 4. Polizeireviers Kiel fast 40 Personen. Der Stadtteil Gaarden-Ost ist als Kontrollbereich gemäß dem Landesverwaltungsgesetz klassifiziert, was den Einsatzkräften die Durchführung anlassunabhängiger Kontrollen ermöglicht.
Am Abend des 18. Februar, gegen 20:30 Uhr, erhielten die Polizeibeamten einen Hinweis auf einen Diebstahl im Schwedendamm. Zeugen berichteten von einem Mann, der mit gestohlenen Gegenständen in Richtung einer Tankstelle geflüchtet war. Dort konnte der Verdächtige, der das Diebesgut bei sich hatte, festgenommen werden. Da der 36-Jährige keinen festen Wohnsitz nachweisen konnte, wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel einem Haftrichter vorgeführt, der ihn zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Kurz nach dieser Festnahme, gegen 20:50 Uhr, kontrollierten die Einsatzkräfte in der Straße Karlstal einen 35-jährigen Afghanen. Bei ihm fanden sie einen Beutel mit fast 50 verschreibungspflichtigen Tabletten, zwei Konsumeinheiten Crack, eine Konsumeinheit Heroin sowie diverses Drogenzubehör. Da der Mann keine Berechtigung für die Tabletten vorweisen konnte, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln eingeleitet. Die Drogen wurden sichergestellt, der Mann jedoch nach Abschluss der Maßnahmen entlassen.
In der Nacht zum 20. Februar, gegen 0:10 Uhr, wurde ein weiterer Mann im Kirchenweg kontrolliert. Der 31-jährige Türke hatte eine Konsumeinheit Crack bei sich, die ebenfalls sichergestellt wurde. Auch gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, bevor er nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen wurde.
Die Polizei plant, ähnliche Kontrollen in Zukunft regelmäßig durchzuführen. Bei vergleichbaren Vorfällen wird auch weiterhin das beschleunigte Verfahren genutzt, um zügig auf Straftaten reagieren zu können.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

