In Hamm ist eine 24-jährige Frau Opfer eines Online-Betrugs geworden, der sich hinter einem vermeintlichen Angebot für einen Remote-Job verbarg. Die Tat ereignete sich Anfang der vergangenen Woche, nachdem die junge Frau über eine Werbeanzeige auf Instagram auf das Angebot aufmerksam wurde.
Kontaktaufnahme über Messenger-Dienste
Nach dem Klick auf die Anzeige nahmen die Betrüger zunächst über WhatsApp Kontakt zu der Geschädigten auf. Im weiteren Verlauf wechselten sie die Kommunikationsplattform und setzten die Kontaktaufnahme über den Messenger-Dienst Telegram fort. Unter dem Vorwand eines lukrativen Geschäftsmodells wurden der 24-Jährigen in den folgenden zwei Tagen mehrere Zahlungen abverlangt.
Versprochene Gewinne bleiben aus
Die Täter gaben vor, die eingezahlten Beträge gewinnbringend zu vermehren. Schritt für Schritt wurde die Frau unter direkter Anleitung dazu gebracht, weitere Zahlungen zu leisten. Als die versprochenen Rückzahlungen jedoch ausblieben und stattdessen immer neue Einzahlungen gefordert wurden, wuchs bei ihr der Verdacht auf Betrug.
Insgesamt verlor die Geschädigte einen Betrag im unteren vierstelligen Bereich. Die Polizei Hamm hat Ermittlungen aufgenommen, bittet jedoch um Vorsicht und Aufmerksamkeit bei ähnlichen Angeboten.
Polizei warnt vor Online-Betrug
Die Polizei Hamm betont, dass Online-Betrug längst kein Problem mehr ist, das nur ältere Menschen betrifft. Auch junge Erwachsene geraten zunehmend ins Visier der Täter. Die Professionalität der Betrüger sollte nicht unterschätzt werden, warnt die Polizei.
Wichtige Hinweise der Polizei lauten:
- Seien Sie grundsätzlich misstrauisch gegenüber Angeboten aus dem Internet.
- Lassen Sie sich nicht von professionell gestalteten Werbeanzeigen oder Nachrichten täuschen.
- Hohe Renditeversprechen sind ein deutliches Warnsignal.
- Überweisen Sie kein Geld an unbekannte Bankverbindungen.
- Prüfen Sie Anbieter sorgfältig, beispielsweise über die Unternehmensdatenbank der BaFin.
- Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
- Ziehen Sie im Zweifel Verbraucherzentralen oder spezialisierte Rechtsanwälte zur Prüfung hinzu.
- Bleiben Sie skeptisch bei unrealistischen Gewinnversprechen.
Aufklärung als wichtigster Schutz
Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, sich über gängige Betrugsmaschen zu informieren und im persönlichen Umfeld darüber zu sprechen. Aufklärung und Vorsicht sind die besten Mittel, um Opfer von Online-Betrug zu vermeiden.
Betroffene, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder verdächtige Angebote erhalten, werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und keine weiteren Zahlungen zu leisten.

