In der Nacht zum Mittwoch, den 25. März 2026, kam es in Neuss-Weißenberg zu einem größeren Polizeieinsatz, nachdem ein 36-jähriger Mann durch bedrohliche Äußerungen und aggressives Verhalten auf sich aufmerksam machte. Gegen kurz nach Mitternacht ging bei der Polizei ein Notruf ein, in dem der Mann angab, Menschen töten und verbrennen zu wollen.
Bedrohungen und Randale im Mehrfamilienhaus
Der Vorfall ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus an der Straße „Am Kotthauser Weg“. Neben den Drohungen über den Notruf setzte der Mann auch Nachbarn über einen Messengerdienst mit ähnlichen Worten unter Druck. Im Verlauf des Einsatzes gab er zudem an, Polizeibeamte töten zu wollen und äußerte, er wolle sich von der Polizei erschießen lassen.
Situation vor Ort und Einsatz der Spezialkräfte
Der Mann randalierte in seiner Wohnung sowie auf dem Balkon im vierten Obergeschoss des Hauses. Eine direkte Kontaktaufnahme durch die Einsatzkräfte gestaltete sich zunächst schwierig. Aufgrund der Gefährdungslage wurden Spezialkräfte der Polizei hinzugezogen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Festnahme und medizinische Versorgung
Gegen 04:15 Uhr gelang es den Spezialkräften, den 36-Jährigen zum widerstandslosen Verlassen der Wohnung zu bewegen. Er wurde unverletzt in Gewahrsam genommen. Weder der Mann selbst noch die eingesetzten Polizeibeamten oder Dritte wurden verletzt.
Psychiatrische Einweisung und weitere Ermittlungen
Im Anschluss an die Festnahme erfolgte durch das Ordnungsamt der Stadt Neuss und einen Arzt die Einweisung des Mannes in eine psychiatrische Fachklinik. Die Polizei geht von einer geistigen Verwirrung des Mannes aus, die zu seinem Verhalten geführt haben dürfte.
Die weiteren Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des Vorfalls hat das Kriminalkommissariat 22 übernommen. Die Polizei bittet darum, von Spekulationen abzusehen, solange weitere Erkenntnisse nicht vorliegen.
Auswirkungen auf die Nachbarschaft
Die Anwohner des Mehrfamilienhauses wurden durch den Einsatz erheblich in der Nacht gestört, blieben jedoch körperlich unversehrt. Die Polizei war mit mehreren Einsatzkräften vor Ort, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
Polizeiliche Einschätzung und Ausblick
Dieser Einsatz zeigt die Herausforderungen, die bei der Bewältigung von psychischen Krisensituationen entstehen können. Die Polizei betont die Wichtigkeit einer schnellen und professionellen Reaktion, um Gefahren für Betroffene und die Öffentlichkeit abzuwenden.
Weitere Informationen werden von den Behörden veröffentlicht, sobald diese vorliegen.

