In Nordhorn-Stadtflur wurde am Donnerstagmorgen ein Betrugsversuch durch einen als Polizeibeamten getarnten Mann bekannt. Gegen 10:30 Uhr erschien der Unbekannte in der Wohnung einer älteren Frau, nachdem diese zuvor telefonisch über angebliche Einbrüche in der Nachbarschaft informiert wurde.
Telefonanruf als Einstieg
Nach Angaben der Polizei erhielt die Frau zunächst einen Anruf, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass in ihrer Umgebung Einbrecher aktiv seien und ihr Vermögen gefährdet sei. Dieser Anruf diente offenbar dazu, die Seniorin zu verunsichern und den späteren Besuch des Betrügers vorzubereiten.
Besuch des vermeintlichen Polizeibeamten
Unmittelbar nach dem Telefonat erschien ein Mann an der Wohnungstür, der sich als Polizeibeamter ausgab. Er bat die Frau, ihren Schmuck vorzuzeigen, den er anschließend fotografierte. Danach forderte er die Herausgabe der Wertgegenstände, was die Frau jedoch ablehnte.
Misstrauen verhindert Schaden
Die Seniorin zeigte sich misstrauisch und kam der Aufforderung nicht nach. Daraufhin verließ der Täter unter einem Vorwand die Wohnung und entfernte sich in unbekannte Richtung, ohne Beute zu machen.
Beschreibung des Täters
Die Polizei beschreibt den Mann als etwa 1,70 Meter groß, zwischen 30 und 40 Jahre alt, mit kurzen dunklen Haaren und kräftiger Statur. Sein Erscheinungsbild wurde als ungepflegt geschildert.
Ermittlungen und Hinweise der Polizei
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer den beschriebenen Mann am 19. März 2026 im Bereich Nordhorn-Stadtflur, insbesondere zwischen Immenweg, Wasserstraße, Tannenstraße und Rüschenweg, zu Fuß oder in Zusammenhang mit einem Fahrzeug gesehen hat, wird gebeten, sich bei der Polizeidienststelle Nordhorn zu melden. Auch Hinweise auf mögliche Überwachungsvideos sind für die Ermittlungen von Bedeutung.
Wichtige Präventionstipps
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals anrufen oder persönlich erscheinen, um Geld oder Wertgegenstände zu fordern. Bürgerinnen und Bürger sollten keine Details zu ihren finanziellen Verhältnissen preisgeben und sich am Telefon nicht unter Druck setzen lassen. Im Zweifel empfiehlt die Polizei, das Gespräch zu beenden und sich direkt an die örtliche Polizeidienststelle zu wenden.
Weitere Informationen zum Thema Betrugsprävention sind auf der Website der Polizei-Beratung verfügbar.

