Am 25. März 2026 erstattete ein 55-jähriger Mann aus Polen Anzeige bei der Polizei in Heringsdorf, nachdem er bei einem Fahrzeugkauf im Internet betrogen worden war. Der Mann hatte auf Deutschlands größter Online-Plattform für Gebrauchtfahrzeuge einen BMW erworben und den Kaufpreis von rund 33.000 Euro überwiesen. Kurz darauf brach der Kontakt zu dem vermeintlichen Verkäufer ab.
Betrug mit gefälschtem Inserat unter dem Namen eines echten Händlers
Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatten die Täter ein falsches Inserat auf der Plattform veröffentlicht, das den Namen eines tatsächlich existierenden Fahrzeughändlers trug. Die Kaufabwicklung erfolgte über einen Messenger-Dienst, wobei den Opfern auch scheinbar glaubwürdige Rechnungen vorgelegt wurden. Das betroffene Autohaus bestätigte jedoch, dass es das Fahrzeug weder auf der Plattform noch anderweitig zum Verkauf angeboten hatte und auch keinen Verkauf an den Geschädigten getätigt hat.
Unstimmigkeiten bei Bankverbindung und fehlende Fahrzeugübergabe
Die Polizei stellte zudem fest, dass die im Inserat angegebene IBAN nicht mit der echten Bankverbindung des Autohauses übereinstimmte. Nachdem der Kaufpreis überwiesen worden war, reagierten die Betrüger nicht mehr auf weitere Kontaktversuche des Käufers. Das Fahrzeug und die dazugehörigen Papiere wurden nicht übergeben.
Ermittlungen und Warnhinweise der Polizei
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen. In diesem Zusammenhang weist die Polizei ausdrücklich auf die Risiken beim Fahrzeugkauf im Internet hin. Auch auf seriösen Plattformen können betrügerische Inserate geschaltet werden, die auf den ersten Blick vertrauenswürdig wirken.
Tipps für einen sicheren Online-Autokauf
Die Polizei empfiehlt, grundsätzlich keine Anzahlungen zu leisten und Geld nur gegen Übergabe des Fahrzeugs samt vollständigen Papieren und Schlüsseln zu bezahlen. Eine Kaufabwicklung über Messenger-Dienste sollte vermieden werden. Stattdessen sollte telefonisch Kontakt mit dem Händler aufgenommen und das Fahrzeug vor Ort besichtigt werden. Bei Barzahlung wird empfohlen, eine Begleitperson mitzubringen und die Geldübergabe an einem sicheren Ort, beispielsweise einer Bankfiliale, vorzunehmen.
Weitere Informationen und Hinweise zum sicheren Autokauf sind auf der Webseite der Polizei-Beratung verfügbar.
Fazit
Der Fall aus Heringsdorf zeigt, wie leicht Käufer im Internet Opfer von Betrügern werden können. Sorgfalt und Vorsicht sind beim Online-Kauf von Fahrzeugen unerlässlich, um finanzielle Verluste zu vermeiden. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und appelliert an die Öffentlichkeit, verdächtige Angebote genau zu prüfen.

