In Kaarst und Neuss wurden mehrere Senioren Opfer von Betrügern, die sich als Bankmitarbeiter ausgaben. Die Täter erlangten durch geschickte Manipulationen Zugang zu Bankkarten und persönlichen Daten, was zu unberechtigten Abbuchungen führte.
Am Freitag, dem 20. Februar, erhielt ein 78-jähriger Mann aus Kaarst gegen 13:00 Uhr einen Anruf von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter. Dieser informierte ihn, dass Betrüger seine Kontodaten missbraucht hätten, um Waren zu bestellen. Um weitere Schäden zu verhindern, müsse ein Mitarbeiter seine Bankkarten abholen. Gegen 15:30 Uhr erschien tatsächlich jemand an der Jahnstraße und nahm die Karten entgegen. Später stellte der Senior fest, dass ein vierstelliger Betrag von seinem Konto abgebucht worden war.
Der Täter wurde als männlich, etwa 185 cm groß und schlank beschrieben. Er hatte ein südeuropäisches Erscheinungsbild und trug ein blaues Sakko sowie eine Sonnenbrille.
Ebenfalls am Freitagvormittag, gegen 10:50 Uhr, erhielt ein weiterer Senior aus Neuss einen ähnlichen Anruf. Der Betrüger behauptete, eine bekannte Firma wolle Geld von seinem Konto abbuchen. Während des Gesprächs gelang es ihm, die Kreditkartennummer und die PIN des Seniors zu erlangen. Kurz darauf erschien ein angeblicher Bankmitarbeiter an der Furtherhofstraße, um die Karte zu überprüfen. Dieser entfernte sich jedoch unter dem Vorwand, eine Infrarotkontrolle durchzuführen, und kehrte nicht zurück. Der Neusser bemerkte später, dass ebenfalls ein vierstelliger Betrag von seinem Konto abgebucht worden war.
Der Täter wurde als männlich, etwa 160 cm groß und schlank beschrieben, mit kurzen dunklen Haaren und einem südländischen Erscheinungsbild. Er trug eine dunkle Jacke oder einen Pullover sowie eine blaue Jeans.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich am selben Tag um 11:00 Uhr, als ein 87-jähriger Mann aus Neuss von einer Frau kontaktiert wurde, die sich ebenfalls als Bankmitarbeiterin ausgab. Sie informierte ihn, dass ein namhaftes Unternehmen Geld von seinem Konto abbuchen wolle, und forderte ihn auf, seine PIN zu nennen. Zudem kündigte sie an, dass ein Kollege bald vorbeikommen würde, um die Bankkarte zu überprüfen. Nach kurzer Zeit klingelte ein Mann an der Vogelsangstraße, nahm die Karte entgegen und verschwand. Glücklicherweise entstand dem 87-Jährigen bislang kein finanzieller Schaden.
Die Beschreibung des letzten Täters lautet: männlich, etwa 180 cm groß, circa 30 Jahre alt, schlank, mit kurzen schwarzen Haaren, einer gesteppte schwarzen Jacke und einem schwarzen Mundschutz.
Die Ermittler der Kriminalpolizei prüfen nun, ob zwischen den Vorfällen ein Zusammenhang besteht. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02131 300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de zu melden.

