In Obernkirchen, Rodenberg und Rinteln sind die polizeilichen Ermittlungen zu den Vorfällen vom 15. Januar 2026 abgeschlossen. An diesem Tag verloren zwei Rettungswagen während der Fahrt jeweils die hintere linke Zwillingsbereifung. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, jedoch entstand Sachschaden an den Fahrzeugen.
Der erste Vorfall ereignete sich gegen 06:05 Uhr auf der L 442, als ein Rettungswagen der Rettungswache Bückeburg die hintere linke Zwillingsbereifung verlor. Etwa zwei Stunden später, um 08:15 Uhr, kam es zu einem ähnlichen Vorfall auf der B 442 bei Rodenberg mit einem Fahrzeug der Rettungswache Rodenberg.
Zusätzlich wurde am selben Tag bei einem weiteren Rettungswagen der Rettungswache Rinteln, der sich in einer Werkstatt befand, festgestellt, dass die Radmuttern an der hinteren rechten Zwillingsbereifung gelöst waren. In diesem Fall blieb ein Schadenseintritt jedoch aus.
Die Ermittlungen wurden umfassend durchgeführt und umfassten die Einbindung eines unabhängigen Sachverständigen. Neben technischen Prüfungen wurden auch Wartungs- und Nutzungsdaten ausgewertet sowie Mitarbeitende, beteiligte Firmen und Zeugen befragt.
Die Ergebnisse der Ermittlungen zeigen, dass die technischen Ursachen für das Verlieren der Räder und das Lösen der Radmuttern verantwortlich waren. Eine Manipulation an den Radmuttern konnte nicht nachgewiesen werden, obwohl die zeitliche und örtliche Nähe der Vorfälle Anlass zur Spekulation gab.
Stefan Schara, Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, äußerte sich erleichtert über das Ergebnis: „Es gibt keine Hinweise auf eine Manipulation der Fahrzeuge. Wir danken den zuständigen Ansprechpersonen beim DRK für die kooperative Zusammenarbeit, die es uns ermöglicht hat, das Verfahren zügig abzuschließen.“

