Am Freitag, dem 20. März 2026, kurz nach 13 Uhr, brach in der Ringstraße in Bermatingen ein Feuer in einer Werkstatt aus, das sich rasch auf das angrenzende Wohnhaus ausbreitete. Die alarmierten Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren reagierten umgehend und konnten bereits auf der Anfahrt eine dichte schwarze Rauchwolke wahrnehmen, was zur Erhöhung des Alarmstichworts führte.
Brandentwicklung und erste Maßnahmen
Beim Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehren aus Bermatingen und Markdorf stand der Carport- und Werkstattbereich, in dem sich zahlreiche Fahrräder befanden, bereits in Vollbrand. Glücklicherweise waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs keine Personen im Gebäude, sodass die Feuerwehr unverzüglich mit mehreren Strahlrohren die Brandbekämpfung einleiten konnte.
Die Löscharbeiten gestalteten sich jedoch aufgrund einer unzureichenden Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz schwierig. Um dem entgegenzuwirken, wurden zusätzliche Schlauchwagen aus Markdorf und Salem sowie mehrere Tanklöschfahrzeuge alarmiert, um eine separate Löschwasserversorgung aufzubauen.
Unterstützung durch weitere Einsatzkräfte
Zur Unterstützung der Löscharbeiten kamen neben den örtlichen Feuerwehren auch der große Einsatzleitwagen aus Friedrichshafen sowie der Gerätewagen Atemschutz-Strahlenschutz aus Markdorf zum Einsatz. Insgesamt waren bis zu 113 Einsatzkräfte mit 19 Fahrzeugen vor Ort.
Der Rettungsdienst sowie Helfer der Einsatzgruppen der Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes aus Markdorf und Immenstaad standen bereit, um die Einsatzkräfte medizinisch und logistisch zu unterstützen. Im Verlauf des Einsatzes wurde zudem Verpflegung für die Helfer bereitgestellt.
Schäden und Gefahrenabwehr
Obwohl die Feuerwehr das Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Gebäude und den oberirdischen Flüssiggastank auf dem Grundstück verhindern konnte, wurde das Dachgeschoss des Wohnhauses durch die Flammen stark beschädigt und ist nun unbewohnbar sowie einsturzgefährdet. Auch ein auf dem Nachbargrundstück geparkter Wohnanhänger wurde ein Raub der Flammen.
Im Rahmen der Gefahrenabwehr wurden mehrere Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich gebracht. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde vorsorglich eine Warnung über den Warndienst NINA an die Bevölkerung herausgegeben, mit der Empfehlung, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Einsatzende und weitere Ermittlungen
Gegen 15 Uhr war der Brand im Wesentlichen gelöscht, Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis in den Abend hinein. Eine Brandwache blieb zur Sicherheit vor Ort. Die Ringstraße sowie angrenzende Straßen waren während der Einsatzmaßnahmen zeitweise gesperrt.
Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und schätzt den entstandenen Schaden auf bis zu 700.000 Euro.
Die Feuerwehren Bermatingen, Markdorf, Salem sowie die Feuerwehr Friedrichshafen waren gemeinsam mit Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen und die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten.

